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Aufstehen für eine Welt ohne Gewalt, Sexismus und Ungleichheit!

Aufstehen für eine Welt ohne Gewalt, Sexismus und Ungleichheit!
Aufruf zur Aktion One Billion Rising 2017 in Aachen

Am 14. Februar 2017 gehen wieder weltweit Menschen auf die Straße. Sie tanzen, demonstrieren und fordern das Ende der Gewalt gegen Frauen*.

Weltweit erfährt jede dritte Frau* in ihrem Leben Gewalt – egal ob Schläge, Tritte, sexualisierte Gewalt, Zwangsheirat und -prostitution, Menschenhandel oder auch weibliche Genitalverstümmelung. 2012, als die Kampagne gegründet wurde, waren das weltweit etwa eine Milliarde Betroffene – daher auch der Name „One Billion Rising“ (deutsch: „Eine Milliarde steht auf“). Und noch viel mehr Frauen* leiden unter alltäglicher Diskriminierung, wie zum Beispiel ungerechter Behandlung auf dem Arbeitsmarkt. Mit Aktionen und Kundgebungen auf allen Kontinenten protestieren wir dagegen.

Sei dabei! Am Dienstag, den 14.02.2017 um 17:30 Uhr, am Elisenbrunnen in Aachen

Wir erheben uns aus Solidarität zu allen Frauen* der Welt, die Gewalt erleben oder erlebt haben. Wir möchten alle Frauen* ermutigen, über ihre Gewalterfahrungen zu sprechen, sich Hilfe zu holen und Gewalttaten anzuzeigen.

Deshalb treten wir ein für:

  • die ausreichende Finanzierung einer Beratungs- und Betreuungsstruktur für Betroffene, insbesondere für Opfer sexualisierter und häuslicher Gewalt!
  • konsequente strafrechtliche Verfolgung von jeglicher sexueller Handlung ohne Zustimmung!
  • eine konsequente Bekämpfung der Zwangsprostitution bei gleichzeitiger Zusicherung einer Bleibeperspektive!
  • ein Verbot geschlechtsdiskriminierender Werbung!
  • gleichen Lohn bei gleicher Arbeit!
  • die gesellschaftliche Aufwertung frauen*dominierter Tätigkeiten!
  • die gesellschaftliche Gleichstellung aller Geschlechter!

Auch international unterstützen wir Bewegungen für solche und ähnliche Ziele: In Polen beispielsweise konnte eine beeindruckende Bewegung die Abschaffung des Abtreibungsrechts abwehren. In Irland entwickelt sich seit Jahren eine wachsende Bewegung mit dem Ziel, eines der strengsten Abtreibungsgesetze der Welt zu kippen. In Argentinien stehen zehntausende Frauen* gegen frauen*feindliche Gewalt auf. Unser Kampf kennt keine Grenzen, Nationalität oder Hautfarbe sind uns egal. Wir sind solidarisch mit allen Betroffenen von Gewalt. Rassismus und Nationalismus haben bei uns keinen Platz.

Unser Ziel ist eine Welt frei von Gewalt, Sexismus und Ungleichheit. Und wir sind nicht allein! Nach jahrelangem Kampf wurde mit der Reform des Sexualstrafrechts der Grundsatz „Nein heißt Nein!“ ins Gesetzbuch geschrieben. Auch wenn es noch viel zu tun gibt und die konsequente Umsetzung abzuwarten bleibt, ist das doch ein Schritt in die richtige Richtung.

Der Anfang ist gemacht. Viel mehr ist aber noch zu tun.
Sei dabei, wenn wir am 14. Februar 2017 auf die Straße gehen! Lasst uns gemeinsam protestieren, Bewusstsein schaffen und ein Zeichen setzen!

Für mehr Infos, Aufruf und unterstützende Gruppen siehe -->hier
-->FaceBook

* Wir wollen mit dem Sternchen darauf aufmerksam machen, dass es mehr als zwei biologische Geschlechter gibt und noch viele weitere gefühlte Geschlechter (gender) hinzukommen.

Stolpersteine putzen zum Gedenktag an die Opfer des Holocaust

Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau befreit. Bis heute ist der 27. Januar der Gedenktag an die Opfer des Holocaust. In den Jahren 1941 bis 1945 wurden ca. 6 Millionen Juden Opfer des nationalsozialistischen Völkermordes.

Wir gedenken den Opfern und werden an dem Tag symbolisch Stolpersteine putzen, die an die Verschleppten erinnern.

Wir treffen uns um 18 Uhr an dem Stolperstein von Anne Frank, am Pastorplatz 1. Anne Frank steht beispielhaft für die Grausamkeit des faschistischen Regimes, das nicht mal vor der Verfolgung von Kindern zurückschreckte. Anne ist mit fünfzehn Jahren in dem Konzentrationslager KZ Bergen-Belsen gemeinsam mit ihrer Familie ermordet worden.

Ab 18:30 werden wir an den Stolpersteine in der Augustastraße 37 sein. Dort wird an die Ermordung von Helene und Siegmund Hornberg erinnert. Diese zwei Stolpersteine wurden im Juni 2016 Opfer der Aktion „Stolpersteine-Challenge“ der Rechtsradikalen Melanie Dittmer, die dazu aufgerufen hat, diese „umzudekorieren“. Nachdem wir sie geputzt haben, wurden sie in der nächsten Nacht von Unbekannten mit Säure übergossen und damit beschädigt.

Wir werden an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern und die Stolpersteine symbolisch putzen.
Dazu seid ihr alle herzlich eingeladen!
-->FaceBook-Veranstaltung

Über 100 Menschen Demonstrieren gegen Abschiebungen nach Afghanistan

Über 100 Menschen demonstrienten heute in Aachen gegen Abschiebungen nach Afghanistan.

2016 wurde Afghanistan als sicheres Herkunftsland eingestuft. Dies gibt die rechtliche Grundlage, Geflüchtete dorthin abzuschieben.
Damit wird klar, wie zynisch der deutsche Staat mit den Opfern der Kriege, an den auch Deutschland beteiligt ist und war, umgeht.
Afghanistan ist nicht sicher. Das Land befindet sich seit mehreren Jahren im Krieg. Seit 2001 wurden dort über 16.000 Menschen durch Anschläge getötet. Selbst das auswärtige Amt warnt „dringend“ vor Reisen nach Afghanistan.

Durch die Einstufung des Landes als „sicher“ können aber mehrere Tausend Geflüchtete abgeschoben werden.
Wir wehren uns dagegen! Kein Mensch ist illegal! Abschiebungen verhindern!

Zu Beginn der Kundgebung erinnerten wir an die gestrige Vereidigung von Donald Trump zum US-Präsidenten. Trump hat vor, in den nächsten Monaten drei Millionen Menschen aus den USA abzuschieben. Außerdem verherrlichte er frauenfeindliche Angriffe.
Wir solidarisieren uns mit den fortschrittlichen Kräften in den USA und weltweit, die gestern, heute und morgen auf die Straße gehen und gegen seine Amtseinführung demonstrieren.

Ende Gelände – Kohle stoppen, Klima schützen!

Ende Gelände – Kohle stoppen, Klima schützen!

Aktivist*innen organisieren gemeinsame Anreisemöglichkeiten zum Klimacamp und den Ende Gelände-Protesten in der Lausitz. Mehr Infos zum Camp und den Aktionen findet Ihr hier!

Möchtest Du mitfahren? Schreib eine Mail an egaachen@outlook.com und beantworte folgende Fragen:

  • Wann würdest du am liebsten fahren?
  • Würdest du auch ein Auto steuern für einen Streckenabschnitt?
  • Hast du vielleicht sogar ein Auto oder hast Zugriff auf eins?
  • Möchtest du lieber mit dem Bus aus Brüssel fahren? (Donnerstag 12.5 mittags hin, Montag nachmittag zurück für 50€)

Wir sind das Investitionsrisiko!
Fahrt mit uns mit und zeigt, was wir von der Klimapolitik halten! Auf geht’s, ab geht’s.

Reclaim Feminism!

Unser Feminismus ist antirassistisch – Reclaim feminism
Aufruf zur bundesweiten Demo zum Weltfrauen*tag 2016 in Köln

WORÜBER GESCHWIEGEN WIRD
Das Jahr 2016 hat in vielen Städten Deutschlands mit Übergriffen auf Frauen* begonnen – auch in Köln. Sexualisierte Gewalt gegen Frauen* ist in der Silvesternacht sichtbar geworden – unübersehbar in die öffentliche Debatte gezerrt. Wieso plötzlich das mediale Interesse? Die Thematisierung ist richtig und wichtig. Den Betroffenen der sexualisierten Übergriffe von Silvester – und aller sexualisierten Übergriffe, die alltäglich passieren – muss jegliche gewünschte Solidarität und Unterstützung zukommen. Es ging dabei jedoch nicht vorrangig um die Benennung sexualisierter Gewalt, sondern um die vermeintliche Herkunft der Täter – und das unverhohlen rassistisch: Im Verlauf wurde schnell nicht mehr über Sexismus gesprochen, sondern über die Verschärfung des Asylrechts, Abschottung und Abschiebung. Ein gängiges Fazit: Nicht der Sexismus in diesem Land sei das Problem, sondern die zu uns Geflüchteten. Jedoch: Sexismus ist nicht nach Deutschland eingewandert, Sexismus ist hausgemacht. Er findet statt – schon immer, ständig und überall. Sexismus findet sich strukturell in unterschiedlich hoher Entlohnung, Benachteiligung aller Frauen*, speziell von Transfrauen und Frauen* of colour, am Arbeitsmarkt oder in unterschiedlichen Belastungen, bspw. durch Kinderbetreuung wieder. Er findet sich ebenso in sexistischer Werbung und in den Seminaren von sogenannten „Pick-up Artists“, in den Männer lernen, wie sie Frauen* gegen ihren Willen verfügbar machen. Nicht gesprochen wird über sexualisierte Gewalt, die in den eigenen vier Wänden stattfindet. So finden 90% Prozent aller Vergewaltigungen im nahen Umfeld statt, von Verwandten, Bekannten und (Ex-)Partnern. Nicht gesprochen wird über die alltägliche Sexualisierung und sexualisierten Übergriffe auf Frauen* of colour.

WORÜBER WIR SPRECHEN SOLLTEN
Statt sich in rassistischen Debatten über Täterschaft zu ergehen, sollte über die Funktion und Bedeutung von sexualisierter Gewalt und strukturellem Sexismus gesprochen werden – und das weltweit. Es sollte um den Rassismus und die andauernde Gewalt gegen Geflüchtete gehen, denn weiter gibt es täglich Anschläge gegen Unterkünfte.
Es muss über die Kriege gesprochen werden, an denen die BRD beteiligt ist. Über ihren brutalen Charakter, die Militarisierung nach Außen und Innen und ihre Fortsetzung in den Geschlechterverhältnissen. Diese Kriege vertreiben Menschen, zerstören ihre Lebensgrundlage und zwingen sie zur Flucht. Dafür trägt die menschenverachtende Politik der EU die Verantwortung – voran die BRD. Viele Frauen* und Kinder sind auf der Flucht und auf dem lebensgefährlichen Weg in Richtung Sicherheit und in den Geflüchtetenunterkünften in höchstem Maße sexualisierter Gewalt ausgesetzt. Viele Frauen*und Kinder müssen zurückbleiben und werden durch die Beschlüsse der deutschen Bundesregierung, wie im Asylpaket II, in lebensgefährlichen Kriegsgebieten oder an Europas Außengrenzen der Gewalt überlassen. Denn die Asylrechtsverschärfung, die die Regierung als Reaktion auf die sexualisierte Gewalt verkaufen will, trifft in Wirklichkeit Frauen* und Kinder weltweit am härtesten.
Innerhalb Deutschlands sind wir schon seit Jahren mit einem Backlash (also einem Rückschritt bei den feministischen Errungenschaften) konfrontiert. Dabei stellen Entwicklungen wie ungleiche Lohnbezahlung, Herdprämie, die Proteste der sogenannten Lebenschützer*innen, homo- und transphobe Mobilisierungen gegen sexuelle Bildung und Antidiskriminierungsarbeit an Schulen sowie die Akzeptanz sexualisierter Gewalt nur eine kleine Auswahl dar. Aktuell werden diese in rassistischen und antifeministischen öffentlichen Debatten deutlich. Rechtspopulistische Parteien und neonazistische Gruppierungen erfahren einen Aufschwung, werden hoffähig gemacht und benutzt, um eine rassistische Politik durchzusetzen.

WAS WIR FEIERN
Wir feiern kämpferische Frauen* und Frauen* in Kämpfen, die zeigen, dass eine solidarische, befreite Zukunft möglich ist. So beispielsweise die Frauen, die in der Revolution im kurdischen Rojava im Norden Syriens aktiv sind.
Wir feiern alle, die in Frauen*häusern arbeiten oder Geflüchtete unterstützen.
Wir feiern all die mutigen Frauen*, Lesben, Trans* und Inter*personen, die sich einer hierarchischen Geschlechterordnung widersetzen.
Wir feiern all jene, die Zäune überwunden haben und die Festung Europa kurzzeitig ins Wanken gebracht haben – jetzt erst recht!
Organisieren wir uns global, ohne Grenzen!
Wir wollen eine herrschaftsfreie Gesellschaft ohne Ausbeutung, ohne Ausgrenzung, ohne den sexistischen und rassistischen Normalzustand. Wir wollen Solidarität und Respekt untereinander.
Es lebe die Verschiedenheit!
Im Rahmen des internationalen Frauen*kampftages wollen wir unseren Protest sowohl gegen Sexismus als auch Rassismus entschieden, laut und kämpferisch auf die Kölner Straßen tragen: Unser Feminismus ist antirassistisch – erst recht nach den Übergriffen der Silvesternacht.

Wir sehen uns bei der bundesweiten Demo am 12.3.2016 in Köln!

Anmerkungen:
- Frauen* soll einerseits auf die Konstruiertheit von binären Geschlechtern hinweisen. Außerdem zeigt es auf, dass es nicht DIE Frauen gibt, sondern dass der Begriff „Frau“ für viele verschiedene Identitäten und Lebensentwürfe stehen.
- Trans* (auch: trans* Mensch, trans* Person) = Relativ neuer, im Deutschen zunehmend verbreiteter Sammelbegriff, der nach dem Vorbild von Suchmaschinen und Programmiersprachen das Sternchen (As – terisk) als Platzhalter für verschiedene mögliche Endungen nutzt (transgender, transident, transsexuell). Diese Offenheit soll auf die Vielfalt transgeschlechtli cher und anderer nicht der Norm entsprechender Geschlechtsidentitäten, Selbst bezeichnungen und Lebensentwürfe hinweisen, d.h. etwa auch Crossdresser, weder*noch* u.a. einschließen (Quelle: www.transinterqueer.org)
- Inter*(auch Inter*mensch, Inter*person), in der Inter* Community geprägter emanzipatorischer Sammelbegrifffür die Vielfalt intergeschlechtlicher Realitäten und Körperlichkeiten. (siehe Trans*)
- Wir sind uns bewusst, dass auch Frauen* Täterinnnen sexualisierter Gewalt sein können. Wir sprechen aber im Text von Tätern, da statistisch gesehen 95-99% der Vergewaltigungen von Männern verübt werden (Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend). Ebenso sind wir uns bewusst, dass auch Jungen und Männer, speziell Männer of colour genauso auch von sexualisierter Gewalt betroffen sein können.

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