Archiv für Februar 2016

Letzte Infos zum Widerstand gegen „Return of Kings“

LETZTE INFOS

gibts vor Ort. Vor Ort heißt: Ab 19 Uhr am Münsterplatz. Bitte richtet es ein, vor eventuellen anderen Aktivitäten zuerst dorthin zu kommen.

>>Facebook-Veranstaltung

UPDATE 2: Widerstand gegen „Return of Kings“

UPDATE 2

Angeblich sollen alle Events weltweit abgesagt worden sein. „Return of Kings“ schreibt auf ihrer Website, die Sicherheit der Teilnehmer sei nicht zu gewährleisten. Das ist den massiven Protesten, die sich in vielen Städten angekündigt haben, zu verdanken.

Allerdings glauben wir das nicht so einfach. Auch wenn das einige ihrer Anhänger selber verwirren wird, kann das auch ein Manöver sein. Wir kennen ein solches Verhalten von Neonazi-Aufmärschen, wo auch gerne im Vorfeld Verwirrung gesäht wird um Gegenproteste zu schmälern.

Lasst euch also bitte nicht davon abhalten, Samstag auf den Katschhof und / oder zur Kundgebung zum Münsterplatz zu kommen.

Updates zum Widerstand gegen „Return of Kings“

Hier gehts zum ersten Teil – „Kein platz für Vergewaltiger!“

Auf dem Katschhof ist das Karnevalszelt vom Öcher Penn. Ob sich die „Return of Kings“-Anhänger dort drin, davor oder dahinter sammeln wollen bleibt abzuwarten – vermutlich aber wissen sie ebensowenig wie wir.

Wir haben am Münsterplatz im Zeitraum 19-21 Uhr eine Kundgebung angemeldet. Der Münsterplatz ist der Platz vor dem Dom, wegen der Veranstaltung des Öcher Penn war es leider nicht möglich auf dem Katschhof selber einen Ort zu bekommen. Wir rufen weiter dazu auf, auf dem Katschhof Präsenz zu zeigen. Die Kundgebung dient als Anlaufpunkt für Menschen, die Infos brauchen, ebenso für Menschen, die sich unsicher fühlen. Von der Kundgebung aus werden wir Passant*innen mit Aufklärungsflyern versorgen und für die Teilnahme an ONE BILLION RISING 2016 – Für eine Welt ohne Gewalt, Sexismus und Ungleichheit! werben.

Die Polizei hat sich unser Konzept abgeguckt und wird – ebenso wie wir – versuchen herauszufinden, wer zu „Return of Kings“ gehört. Es besteht die Möglichkeit, dass es einige von uns treffen wird, die den Codespruch sagen. Sie werden euch Platzverweise geben. Ihr habt dann das Recht, dann zur angemeldeten Kundgebung zu gehen. Sollten Vergewaltigungsbefürworter dort auftauchen, werden wir sie gebührend wegschicken. Bitte verzichtet bei der Kundgebung auf Film- oder Fotoaufnahmen. Im Rahmen des Nötigen wird das von Veranstalter*innenseite sichergestellt.

Unser Ziel ist und bleibt es, die Gründung einer lokalen „Return of Kings“-Supportergruppe zu verhindern. Wir sind zuversichtlich, mit eurer Hilfe dieses Ziel zu erreichen. Doch „Return of Kings“ ist nur die Spitze eines frauenfeindlichen Eisbergs. Es gibt viele anstehende Aufgaben, und jede und jeder von euch, die*der mit anpacken möchte, ist herzlich willkommen. Wenn alles vorbei ist – nach „Return of Kings“-Angaben wollen die sich um 20:20 Uhr verpissen, bleibt sicherheitshalber lieber bis 20:30 auf dem Katschhof – seid ihr herzlich eingeladen zur Kundgebung zu kommen. Von dort aus können wir zu einem netten Ort gehen und schauen, wie wir feministische Themen und Inhalte künftig wieder kräftig in den Alltag werfen können. Das gilt natürlich nur für den Fall, dass sich keine „Return of Kings“-Gruppe irgendwohin auf den Weg macht. Sollte das der Fall sein werden wir ihnen folgen und so lange nerven, bis sie aufgeben.

Generell gilt: Alles kann sich noch kurzfristig ändern. Über diese Veranstaltung werden wir euch auf dem Laufenden halten.

Der Kampf gegen Rassismus und nationale Unterdrückung in Sri Lanka

Seit dem Sieg der Regierungstruppen über die tamilische Rebellenbewegung der „Befreiungstiger“ herrscht offiziell Frieden in Sri Lanka. Doch tatsächlich werden die Minderheiten der Tamil*innen und Muslim*innen massiv benachteiligt und brutal unterdrückt. Die Regierung Sri Lankas heizt unter der singhalesischen Mehrheitsbevölkerung Rassismus an und versucht, mit der Spaltung entlang ethnischer und religiöser Linien von sozialen Problemen und Armut im Inneren abzulenken.

Wir haben Siritunga Jayasuriya zu Gast, der über die Situation in Sri Lanka berichten wird und über Perspektiven jenseits von Armut, Ausbeutung, Rassismus und nationaler Unterdrückung. Siritunga Jayasuriya ist Generalsekretär der United Socialist Party, (Mitglied im Komitee für eine Arbeiterinternationale, in Deutschland: Sozialistische Alternative SAV), die in Sri Lanka für einen vereinigten Kampf der Arbeiter*innen, armen Bäuer*innen und Jugendlcihen eintritt und sich für deren Interessen auf beiden Seiten einsetzt.
Die Veranstaltung ist öffentlich. Interessierte sind herzlich eingeladen, daran teilzunehmen.

Donnerstag, den 4.2. 2016 (Fettdonnerstag) um 19 Uhr
im Linken Zentrum, Augustastraße 69, Aachen (Nähe ASEAG-Haltestelle Scheibenstraße)

Kein Platz für Vergewaltiger!

Am 06.02. will sich die Gruppe „Return of Kings“ in 165 Städten in 43 Ländern weltweit vernetzen. Sie sind gegen die Gleichberechtigung der Frau. Ihr Sexismus gipfelt in der Forderung nach Legalisierung von Vergewaltigung. In ihren Augen sind Frauen Eigentum des Mannes.
Auch in Aachen soll eines dieser Treffen stattfinden. Dem werden wir uns entgegenstellen.

Das Konzept für ihr Treffen sieht so aus: Von 20:00 -20:20 Uhr werden sie sich auf dem Aachener Katschhof sammeln. Mit einem Codespruch wollen sie sich Gleichgesinnten gegenüber zu erkennen geben: „Do you know where I can find a pet shop?“ (Die direkte deutsche Übersetzung wäre: „Wissen sie wo ich ein Tiergeschäft finde?“. Es gibt im Englischen hier eine Doppeldeutigkeit, denn „Pet Shop“ kann auch als Ort zum angrabschen interpretiert werden) und der Antwort „Yes, it’s right here.“ (Deutsche Übersetzung: „Ja, das ist genau hier.“) Um 20:20 wollen sie dann woanders hingehen, wo sie sich ungestört austauschen können.

Wir rufen dazu auf:
- kommt spätestens um 20:00 Uhr auf den Aachener Katschhof. Beachtet die Sicherheitshinweise weiter unten.
- An die „männlichen“ unter euch: Geht auf Gruppen von Männern zu und sagt den Codespruch.
- Wenn sich Sexisten so zu erkennen geben, informiert Umstehende. Dann sollten alle (auch die nicht-“männlichen“) zu der Gruppe gehen und sie nicht unbegleitet gehen lassen. So machen wir ihnen klar, dass es kein Vernetzungstreffen von Vergewaltigungsfans in Aachen geben wird.
- Sollten sie geschlossen zu einem anderen Treffpunkt aufbrechen, werden wir mitgehen und das Treffen verunmöglichen.
- Sollten sie vereinzelt weggehen, werden wir in unseren Gruppen möglichst viele von ihnen begleiten und sicherstellen, dass sie nicht an einem späteren Zeitpunkt erneut zusammentreffen.
- Wir (linksjugend [’solid]) werden ab 19:00 vor Ort sein und für One Billion Rising (Aktion gegen sexualisierte Gewalt, 14.2. um 14:00 Uhr am Elisenbrunnen) mobilisieren. Ab 19:00 Uhr könnt ihr also gerne ankommen.

Facebook-Veranstaltung dazu

Sicherheitshinweise
„Return of Kings“ ruft zu aggressivem Verhalten gegen „Verrückte Feminist*innen“ auf. Das heißt: Abfilmen / -fotografieren, aber auch andere Formen von Bedrohungsszenarien. Überlegt euch, wie ihr euch vor Aufnahmen eurer Gesichter schützen könnt. Kommt entweder möglichst schon ab 19:00 Uhr zu uns, oder bewegt euch in Bezugsgruppen mit Freund*innen oder anderen Menschen, mit denen ihr euch abgesprochen habt.

Das hier werden wir an feiernde Karnevalist*innen auf dem Katschhof verteilen:

Sexisten und Vergewaltigungsbefürwortern keinen Raum!
Wir wünschen Dir und Deinen Freund*innen viel Spaß beim Karnevalfeiern. Leider treffen sich während dieser Tage nicht nur Menschen, die fröhlich feiern wollen, sondern auch Leute, die ganz Anderes im Schilde führen. So wurde über Soziale Medien ein Vernetzungstreffen der „Return of Kings“, einer international tätigen Gruppe angekündigt, die durch extrem frauenfeindliche Ansichten auffällt und die sich um den amerikanischen Blogger und „Pick Up Artist“ Roosh Valizadeh schart. Dieser veranstaltet Seminare für Männer, in denen er seinem zahlenden Publikum Tricks beibringt, um Frauen gegen ihren Willen zum Sex zu zwingen. Er propagiert dabei männliche Dominanz und die Minderwertigkeit von Frauen. Seine Ansichten gipfeln in der Forderung, Vergewaltigung zu legalisieren. Neben Frauen verachten sie auch nicht-heterosexuelle Männer.
Am 6.2., um 20 Uhr, finden weltweit Vernetzungstreffen seiner Anhänger statt. Ziel ist anscheinend, aktive Gruppen der „Return of Kings“ zu gründen. Auch in Aachen soll ein solches Treffen stattfinden. Dazu haben die Organisatoren sich den Katschhof ausgesucht. Offenbar versuchen die Vergewaltigungsbefürworter und Sexisten, in der feiernden Masse abzutauchen.
Wir sind der Meinung, dass solchen Leuten Einhalt geboten werden muss. Wir wollen, dass Frauen und nicht-heterosexuelle Männer sich überall sicher fühlen können, auch beim Feiern. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass die menschenverachtenden Ideen der „Return of Kings“ nirgendwo unwidersprochen bleiben.
Die Straßen und Plätze gehören uns! Verjagen wir die Frauenfeinde und potenziellen Vergewaltiger!

Hier gibts Updates!