Archiv für April 2015

Für eine Zukunft ohne Kapitalismus!

Aufruf für einen kämpferischen, antikapitalistischen Block am 1. Mai in Aachen

Der 1. Mai steht im Zeichen von Angriffen auf erkämpfte Rechte der Arbeiter_innen: So plant die Große Koalition unter Federführung der SPD-Ministerin Nahles mit dem Gesetz zur „Tarifeinheit“ den größten Angriff auf das Streikrecht in der Nachkriegsgeschichte. In Spanien und Griechenland werden mit Notstandsgesetzen Streikverbote verhängt. Mittels der inzwischen umbenannten Troika werden in den Ländern Südeuropas Millionen ins Elend gestürzt. Die deutsche Wirtschaft profitiert davon – genauso wie hierzulande von Niedriglöhnen, Leiharbeit und Hartz IV. Gegen kämpferische Gewerkschaften wie die GDL starten Politiker_innen und Massenmedien eine beispiellose Hetze. Zur selben Zeit werden mit TTIP, TISA und CETA für Profitinteressen demokratische Rechte ausgehebelt.

In der Krise des kapitalistischen Systems werden die Lohnabhängigen durch Rassismus und Nationalismus gespalten. Die Menschenverachtung dieses Systems zeigt sich nicht zuletzt an der europäischen Flüchtlingspolitik: Europa ist eine Festung, in die niemand rein darf, wer nicht profitabel verwertbar ist. Gleichzeitig profitiert das deutsche Kapital weiter von Armut und Ausbeutung weltweit und Deutschland verkauft Rüstungsgüter in alle Welt.

Doch es regt sich Widerstand! Auch in diesem Land wehren sich arbeitende Menschen gegen Ausbeutung, Niedriglohn und Prekarisierung. Die Streiks und möglichen Streiks bei der Bahn, der Post, in den Kitas, im Einzelhandel und im Öffentlichen Dienst zeigen, dass „Arbeitnehmer_innen“ sich nicht mehr alles gefallen lassen. International stehen Menschen im Kampf für ein besseres Leben und wehren sich gegen die Zumutungen des Kapitalismus. Wir sind solidarisch mit all diesen Kämpfen.

Wir finden es skandalös, dass „unsere“ Ministerpräsidentin Hannelore Kraft als Hauptrednerin eingeladen wurde. Denn sie ist Vertreterin einer Politik, die den Interessen der arbeitenden Menschen entgegensteht. In den Tarifauseinandersetzungen im Öffentlichen Dienst steht sie auf der anderen Seite!

Wir stellen Internationalismus und den gemeinsamem Klassenkampf aller Arbeiter_innen dem (Standort)-Nationalismus, Sozialpartnerschafts-Ideologie und der „Teile-und-Herrsche“-Politik von oben entgegen. Wir wollen ein gutes Leben für alle Menschen. Dies geht nur gemeinsam und weltweit, gegen die Interessen des Kapitals!

Die Zukunft gestalten heißt: aktiv werden! Macht mit im kämpferischen, antikapitalistischen Block.
Hoch die internationale Solidarität!

Wir treffen uns am 1.Mai um 9:30 Uhr am DGB-Haus Aachen (Dennewartstraße, am Europaplatz) und werden als kämpferischer, antikapitalistischer Block in der Demonstration des DGB mitlaufen.

Solidarität mit den Streikenden bei der Post

+++ Solidaritätserklärung +++ Solidaritätserklärung +++

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
wir erklären uns solidarisch mit eurem Arbeitskampf und unterstützen eure Forderungen!
Es kann nicht angehen, dass der Arbeitgeber mittels Auslagerungen an Regionalgesellschaften tarifliche Errungenschaften und Vereinbarungen untergräbt und Löhne drückt.
Es darf nicht weiter hingenommen werden, dass für den Profit des Unternehmens der Arbeitsdruck ständig zunimmt, dass immer größere Mengen an Post in immer größeren Bezirken ausgetragen werden müssen, die Belegschaft gespalten und immer mehr Kolleginnen und Kollegen mit Befristungen und anderen prekären Arbeitsbedingungen abgespeist werden.
Seit der Umwandlung der Deutschen Post zur AG hat sich die Situation verschlimmert. Dabei verzeichnen die Deutsche Post AG und DHL Rekordgewinne. Das ist eindeutig Profitmacherei auf dem Rücken der Beschäftigten und auch mit vielen Nachteilen für Kundinnen und Kunden verbunden.
Streik ist das wirksamste Mittel, darauf zu antworten. Es ist die einzige Sprache, die die Bosse verstehen! Besonders gut und richtig finden wir, dass ihr eine Forderung zur Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich aufstellt und damit der ständigen Arbeitsverdichtung offensiv entgegentretet.

Wir wünschen euch viel Kraft, Erfolg und einen langen Atem.

Solidarische Grüße

DIE LINKE Städteregion Aachen – AK Betrieb&Gewerkschaft
linksjugend [’solid] Aachen