Geld für Bildung, Wohnraum und Soziales

…statt für Kaiserplatzgalerie und anderen Schwachsinn!

Gute und kostenlose Bildung für alle!
Was wir brauchen, ist ein Bildungssystem, das alle jungen Menschen von der Kita bis zur Universität oder Ausbildung unterstützt. Unser Bildungssystem sortiert jedoch stattdessen aus – nach Leistung, sozialer Herkunft und Einkommen der Eltern. Lange nicht jede Familie, die Anspruch auf einen Kitaplatz hat, bekommt auch einen – weil dafür noch immer zu wenig Geld zur Verfügung gestellt wird. Der hohe Betreuungsschlüssel in Kitagruppen und Schulklassen macht eine gute Förderung der Kinder schwierig bis unmöglich. Es ist erwiesen, dass LehrerInnen mit Klassen von bis zu 30 SchülerInnen kaum objektiv und fair benoten können. Bereits nach der vierten Klasse werden die Kinder dann mit der Empfehlung für die weiterführende Schule in Schubladen gesteckt, die man von innen nur schwer wieder aufbekommt. Wer es unter diesen Bedingungen tatsächlich bis zum Abitur und sogar an eine Uni schafft, kann sich auf überfüllte Hörsäle, zu wenige Seminarplätze und eine katastrophale Situation auf dem Wohnungsmarkt freuen. Von den vielen Monaten, die vergehen, bis ein BAföG-Antrag bearbeitet ist und man dann endlich Schulden machen kann, um mit einem lächerlichen Betrag im Monat leben und lernen zu müssen, mal ganz abgesehen. Schluss damit! Was wir brauchen, ist eine unbürokratische Mindestsicherung, die es jedem und jeder ermöglicht zu studieren. Mehr Studienplätze müssen her – für alle die studieren wollen!

Wir fordern:
Kostenlose Bildung und Qualifikation für alle!
Nein zur Eliteuni!
Genügend Studienplätze, kein Bewerbungsverfahren oder „Rausprüfen“ aufgrund von zu geringen Kapazitäten!
Bereitstellung von mehr Wohnheimsplätzen und einer unbürokratischen Mindestsicherung, von der man leben kann!

Genügend und bezahlbarer Wohnraum!
Aufgrund politischer Reformen wird die Wohnungsförderung mittlerweile stark vernachlässigt. In den Städten fehlen Sozialwohnungen, die jedoch auch nicht gebaut werden, da die Städte lieber mit Spekulationen, Luxuswohnungen und lukrativer Nutzung der Gebäude (wie Einkaufszentren oder Hotels) Profite erwirtschaften wollen. Währenddessen fehlen bundesweit 250.000 Wohnungen in den Städten, immer mehr MieterInnen werden dort einfach verdrängt. Modernisierungen und Aufwertungen werden als Vorwand genutzt, die Preise stetig zu erhöhen – vor allem Erwerbslose und GeringverdienerInnen, aber auch Auszubildende und Studierende haben darunter zu leiden. Täglich finden Zwangsräumungen statt, und wer auf Wohnungssuche ist, hat schlechte Chancen, überhaupt eine Wohnung zu finden. Junge Menschen, die aufgrund des Studiums oder der Ausbildung ausziehen müssen, kommen in Turnhallen und Kasernen unter. Schluss damit! Wir brauchen nicht noch mehr Konsumtempel – wir wollen menschenwürdig wohnen!

Wir fordern:
Bau von Sozialwohnungen statt Vernichtung von Wohnraum!
Nein zu Privatisierungen! Nein zur Kaiserplatzgalerie!
Gesetzliche Regelung der Mietpreise – keine weiteren Erhöhungen!

Eine Stadt sollte den Bedürfnissen der Menschen entsprechen, die darin leben. Wir wünschen uns, dass in Bildungsmöglichkeiten, Wohnraum, Kinderbetreuung und soziale Zentren investiert wird, statt die Gestaltung der Stadt Konzernen und Investoren zu
überlassen. Wir wünschen uns Mitbestimmung und kulturelle Vielfalt. Du auch? Dann mach mit bei linksjugend solid!
Treffen jeden Dienstag um 19 Uhr im Linken Zentrum Aachen, Augustastraße 69.

Samstag, 18. Mai 2013: Protest- und Informationstag
13 Uhr: Protest-Kundgebung am Elisenbrunnen
16 Uhr: Infoveranstaltung (Linkes Zentrum Aachen, Augustastraße 69)
Mit dabei: VertreterInnen von DIE LINKE, linksjugend [’solid] und sozialer Bewegung