Archiv für Januar 2013

Bundeswehr raus…

Offener Brief der linksjugend [’solid] Aachen an mehrere Bildungseinrichtungen in Aachen

…aus den Schulen!
Für die kommenden Wochen und Monate sind in unserer Region mehrere Werbeveranstaltung der Bundeswehr geplant. Die linksjugend [’solid] Aachen protestiert entschieden dagegen. Folgende Termine wurden vom Bundesministerium der Verteidigung genannt: 17. Januar: Berufsinformationszentrum Aachen; 31. Januar und 21. März: Berufsinformationszentrum Düren; 20. März: Gesamtschule Goetheschule Baesweiler.

…aus Afghanistan!
Denn bei diesen als „Infoveranstaltung“ deklarierten Veranstaltungen wird gezielt versucht, perspektivlose Jugendliche für die Armee zu gewinnen. Diese müssen dann in letzter Konsequenz töten – oder getötet werden. Nicht für Menschenrechte – ausschließlich für Profite wird die Bundeswehr in Afghanistan, am Horn von Afrika und an vielen anderen Orten in der Welt eingesetzt.

…!!!
Mit diesem offenen Brief fordern wir die genannten Bildungseinrichtungen erneut auf, nachdem Sie einen nicht-offenen Brief über mehrere Wochen unbeantwortet liessen, die Vertreter der Bundeswehr wieder auszuladen und stattdessen VertreterInnen Friedenspolitischer Gruppierungen einzuladen. Diese könnten über die Hintergründe von Krieg und Lösungsideen diskutieren. Sollte die Veranstaltung durchgeführt werden, muss mit antimilitaristischen Protesten gerechnet werden.

linksjugend [’solid] Aachen – 13.1.2013

Aufruf zum Protest gegen Bundeswehr-Werbung

Liebe GenossInnen, liebe AntimilitaristInnen, liebe FreundInnen!

Vielleicht habt ihr bereits davon gehört – die Bundeswehr plant, in den nächsten Wochen und Monaten gleich mehrfach an Bildungseinrichtungen Werbeveranstaltungen durchzuführen. Seit der Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht fehlt ihr der Nachwuchs! Also gehen sie gezielt in Schulen und Berufsinformationszentren und propagieren ihre Version vom Soldatendasein: Da wird viel geredet von „Kameradschaft“, von Sport, von Karrierechancen. Dagegen wird kaum von Krieg, von Erschiessen oder erschossen werden, von „deutschen Interessen“ geredet. Gezielt wird die immer prekärere Lage von Jugendlichen ausgenutzt: Es gibt kaum Jobs, geschweige denn Ausbildungsplätze. Ein Studium können sich immer weniger leisten, und eine Berufsperspektive ist auch mit akademischem Abschluss fragwürdig. Mit sicheren Jobs, scheinbar attraktiven Ausbildungsmöglichkeiten und guter Bezahlung sollen Jugendliche für das Militär verpflichtet werden.

Das nehmen wir nicht hin!
Am 17. Januar will die Bundeswehr eine solche Werbeveranstaltung am Aachener Berufsinformationszentrum in der Arbeitsagentur durchführen. Wir werden auch da sein: Mit Schildern und Transparenten, mit Kritik und Widerstand. Gegen Kriegspolitik und „deutsche Interessen“, die die Interessen des deutschen Kapitals auf Profitmaximierung sind.

Wir haben eine Kundgebung vor dem BIZ angemeldet und werden unserem Protest laut und friedlich Ausdruck verleihen. Wir würden uns freuen, euch am 17. Januar zwischen 14 Uhr und 15.30 Uhr bei der Kundgebung begrüßen zu können und mit euch ein klares Zeichen zu setzen!

Mit kämpferischen und antimilitaristischen Grüßen

SprecherInnenrat der linksjugend [’solid] Aachen