Archiv für September 2012

Umfairteilen!

Reichtum besteuern – Konzerne vergesellschaften

Am 29. September findet der Bundesweite Aktionstag vom Bündnis „Umfairteilen“ statt. In Köln, Berlin, Hamburg und München soll für eine stärkere Besteuerung von Vermögen, die Einführung der Finanztransaktionsteuer und für den Kampf gegen Steuerflucht demonstriert werden. An dem Bündnis beteiligen sich unter anderem DIE LINKE, ver.di, GEW, DGB-Jugend, DIDF und attac.
Die öffentlichen Kassen werden schon seit Jahren durch deftige Steuer-geschenke an Reiche und Konzerne und zuletzt auch durch die riesigen Rettungsschirme – an denen auch nur die Banken profitiert haben – ausge-trocknet. Während also die öffentlichen Kassen immer leerer werden, kann man beobachten, dass wenige private Haushalte immer mehr Geld besitzen. So besitzen beispielsweise in Deutschland gerade mal 0,1% der Bevöl-kerung über 2000 Milliarden Euro, während 50% der Menschen sich nur 140 Milliarden Euro teilen. Millionen Menschen kommen mit ihrem Einkommen nicht mehr hin und verfügen auch nicht mehr über eigene Reserven.
Die Folgen der leeren öffentlichen Kassen kann jedeR Hautnah miterleben: viele Schulen und Universitäten sind in marodem Zustand, Schwimmbäder und Bibliotheken werden geschlossen. Auch fehlen jede Menge Kita-Plätze. Bei der Alten- und Krankenpflege herrscht ein entwürdigender Spardruck. Der öffentliche Nahverkehr wird immer teurer und fehlende Investitionen bleiben aus.
Die Folge, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird und es dem größten Teil der Privaten Haushalte auch an Geld fehlt ist ganz klar steigende Armut. Jedes siebte Kind ist im Schnitt auf Harz 4 angewiesen. Millionen Menschen werden mit Armutslöhnen abgespeist und für viele reicht die Rente für ein würdiges Leben im Alter nicht mehr aus.
Das Problem ist jedoch nicht nur durch eine schlichte Umverteilung des Vermögens zugunsten der Mehrheit der Bevölkerung zu lösen. Das eigentliche Problem ist, dass die Produktionsmittel in privaten Händen liegen und dadurch die Mehrheit der Bevölkerung ausgebeutet werden kann.

Komm‘ zu unserer Info-Veranstaltung
am 25. September – 19 Uhr – Linkes Zentrum Aachen (Augustastraße 69)

Fahr‘ mit uns nach Köln zur Demonstration
am 29. September (Zur gemeinsamen Anreise im Bus ist Anmeldung notwendig [5€ für Nicht-Gewerkschaftsmitglieder – 0241-94676-26] – Treffpunkt in Köln: 12 Uhr, Roncalliplatz)

Wir fordern:
-Vermögens- und Millionärssteuer von zehn Prozent bei einem Freibetrag von einer Million Euro, gleichzeitig drastische Erhöhung der Steuern auf Unternehmensgewinne.
-Drastische Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich.
-Einführung eines Mindestlohns von zehn Euro pro Stunde als erstem Schritt zu zwölf Euro.
-Nein zu Leiharbeit und Missbrauch von Werkverträgen.
-Staatliche Investitionsprogramme in Bildung, Gesundheit, Umwelt und Soziales finanziert durch die Gewinne der Banken und Konzerne.
-Für die Verstaatlichung aller privaten Banken und ihre Überführung in eine öffentliche demokratisch kontrollierte Bank, kontrolliert und verwaltet durch ArbeiterInnen und VerbraucherInnen.