Polizeistaat Kasachstan: Repression, Einschüchterung, Mord – und Widerstand

Eine Veranstaltung mit Esenbek Ukteshbayev
(Partei „Sozialistische Bewegung Kasachstans“ und „Unabhängige Gewerkschaft der ArbeiterInnen und Angestellten Kasachstans“)

Im Dezember 2011 wurde in Westkasachstan ein Massaker an ArbeiterInnen verübt: Schwer bewaffnete Sondereinsatzkommandos der Polizei eröffneten das Feuer auf eine Kundgebung von streikenden ÖlarbeiterInnen. Die Bilanz: Mindestens 70 getötete ArbeiterInnen, viele hundert zum Teil schwer verletzt. Anstatt die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, werden StreikführerInnen verfolgt. Einige mussten ins Exil flüchten, andere werden vor Gericht gestellt und haben jahrelange Gefängnisstrafen zu befürchten. Folter ist an der Tagesordnung. Vor wenigen Wochen wurde der Vorsitzende der Partei „Sozialistische Bewegung Kasachstans“ tot aufgefunden.

Kasachstan ist ein Polizeistaat unter der Diktatur von Nursultan Nasarbajew. Oppositionelle werden mit äußerster Brutalität verfolgt, verhaftet und gefoltert. Auch von Deutschland wird das Regime unterstützt, vor wenigen Monaten wurde ein umfassendes Handelsabkommen unterzeichnet. Unser Gast Esenbek Ukteshbayev, der selbst wegen massiver Repression im Exil leben muss, spielt eine wichtige Rolle im Widerstand. Er wird von der Situation in Kasachstan berichten. Warum geht das Regime mit solcher Brutalität gegen Oppositionelle vor? Wie kann der Widerstand weitergehen, wie organisiert er sich? Und wie können wir den Kampf für demokratische und soziale Rechte von Deutschland aus unterstützen? Diese und weitere Fragen wollen wir gemeinsam mit euch diskutieren.

Am Dienstag, 3. Juli 2012, um 19 Uhr im Linken Zentrum Aachen, Augustastraße 69