linksjugend [’solid] widerspricht Polizeiversion

Wir dokumentieren hier eine Stellungnahme der linksjugend [’solid] NRW

Linksjugend zu den Vorwürfen gegen den Mitarbeiter von Wolfgang Zimmermann

Linksjugend [`solid] NRW widerspricht der offiziellen Polizeiversion bezüglich der Räumung einer Sitzblockade in Dortmund am 3.9. und der Festnahme eines persönlichen Mitarbeiters von Wolfgang Zimmermann (Fraktionsvorsitzender, Linksfraktion NRW).

Mehrere AktivistInnen der Linksjugend hatten sich an der Blockade Ecke Schützenstraße/Westerbleichstraße beteiligt.

Die Polizeiführung behauptet wahrheitswidrig, dass von Teilen der BlockiererInnen Gewalt ausging.

Das Gegenteil war der Fall:
Die BlockierInnen verhielten sich absolut friedlich.
Die Polizei hingegen traktierten die schutzlosen SitzblockiererInnen immer wieder mit Tritten und Schlägen – mehrere AktivistInnen wurden, während der Räumung von der Polizei gewürgt, so dass sie ärztlich behandelt werden mussten. Unter den BlockiererInnen befanden sich Minderjährige, welche sich zum ersten Mal an einer Sitzblockade beteiligt hatten.

Die anwesende parlamentarische Beobachterin der LINKEN, Ulla Jelpke (MdB), bezeugt, dass den Einsatzkräften befohlen wurde, die anwesende Presse abzuschirmen. Aus Sicht der Linksjugend [`solid] NRW ein Vorgang, der rückhaltloser Aufklärung bedarf.

Abgeschirmt von der Presse ist dieser Polizeigewalt auch ein persönlicher Mitarbeiter des LINKEN-Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Zimmermann zum Opfer gefallen. Dieser wurde mehrfach gewürgt, sodass er ohnmächtig wurde, ihm wurde u.a. der Arm umgedreht wurde und zum Abschluss trat ein Polizist noch mit dem Knie nach ihm als er abtransportiert wurde- auch dies ist durch Bildmaterial zu belegen.

Auch hier widersprechen wir als BeobachterInnen den Behauptungen der Polizei, wonach sich die besagte Person mit Gewalt gegen die Räumung gewehrt habe. Aus einem aktuellen Artikel der Rheinischen Post geht hervor, dass die Polizei behauptet, die Person hätte einer Polizistin in den Finger gebissen. Dieses entspricht nicht den Tatsachen, zudem hatten alle PolizistInnen dicke Schutzhandschuhe an.

Vielmehr belegen Foto-Beweise, dass die Opfer von massiven Übergriffen der Polizei wurde und die betreffende Person augenscheinlich Todesangst hatte. Die besagte Person musste im Krankenhaus behandelt werden. Und das erst nachdem sich Sanitäter für den Verletzten eingesetzt hatten..

Aus Sicht der Linksjugend [`solid] NRW ist das Verhalten der Polizei vom 3.9 untragbar. Zehntausend Menschen sind an diesem Tag gegen den Nazi-Terror auf die Straße gegangen, um ein Zeichen gegen den Nazi-Aufmarsch zu setzen.

Wir werden weiter blockieren, wenn Nazis – egal wo – marschieren wollen!

Kein Fußbreit den Faschisten.