Archiv für Juli 2011

Revolutions-Kino

In den Sommerferien werden wir nach jedem Treffen einen guten Film gucken! Vielleicht auch mehrere…
Die Treffen beginnen immer um 19 Uhr.
>>Termine

Hier die Termine und Filme:

26.7.
Gipfelstürmer – die blutigen Tage von Genua
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2.8.
Waltz with Bashir
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9.8.
Bread and roses
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16.8.
Der Pianist
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23.8.
Edelweißpiraten
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30.8.
Komm und sieh
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6.9.
Steht noch nicht fest…

Anmerkung: Das Revolutions-Kino ist eine private Veranstaltung für FreundInnen der linksjugend [’solid] Aachen und linkspolitisch interessierte Menschen – keine öffentliche Veranstaltung für Profit!

Protestbrief gegen Repression in Malaysia

Nein zur Repression gegen Demokratiebewegung und Opposition!

An die Botschaft von Malaysia

Entsetzt haben wir von der schändliche Behandlung von 30 Aktivisten der Sozialistischen Partei von Malaysia (PSM) gehört, die während eines friedlichen Protestes in Penang festgenommen wurden.

Uns wurde auch zuteil, dass sechs von ihnen wieder freigelassen wurden und später unter dem Vorwand der „Notmaßnahme“ erneut verhaftet wurden. Auch hörten wir von Drohungen und Übergriffen gegen BERSIH Unterstützer.

Diese Angriffe auf demokratische Proteste sind Teil von Angriffen der Regierung gegen BERSIH Unterstützer und den Organisatoren der „Marsch für Demokratie“ Rallye am 09 Juli.

BERSIH (übersetzt: sauber) wurde gegründet um Reformen im Wahlverfahren – welches zur Zeit vor allem die herrschende Regierungen begünstigt – durchzusetzen. BERSIH wurde von NGO’s und oppositionellen Gruppen gegründet und wird von Oppositionsparteien unterstützt. Zu den Forderungen der Bewegung gehören unter anderem: Reform der Briefwahl; Verwendung von wasserfester Tinte, Zugang zu den Mainstream-Medien für die Oppositionsparteien, eine automatische Registrierung der WählerInnen, eine Wahlkampfdauer von mindestens 21 Tagen; Sicherstellung der Unabhängigkeit von Institutionen wie Wahlkommission, Polizei etc. und ein Ende von Korruption und Bestechung.

Wir verurteilen auf Schärfste das Vorgehen Ihrer Regierung mittels Drohungen, Verhaftung und Einschüchterungen die Opposition im Land still zu halten

Wir fordern:

1. Alle PSM Unterstützer sowie die BERSIH Unterstützer sollen sofort freigelassen und alle Anklagen gegen sie fallen gelassen werden
2. Umsetzung der demokratischen Forderungen von BERSIH
3. Stopp aller Schikanen, Verhaftung und Einschüchterung gegen die Opposition

Wir fordern Sie auf, uns über die Situation und vor allem unsere Forderungen zu informieren. Sollten die Gefangenen nicht umgehend freigelassen werden, so behalten wir uns vor Ihr undemokratisches Verhalten weiter zu veröffentlichen.

linksjugend [’solid] Aachen, 12.7.2011

Protestbrief gegen Repression in Kasachstan

Nein zu den Attacken gegen die Ölarbeiter – Nein zu Polizeigewalt

An die Botschaft von Kasachstan

Erschüttert haben wir vernommen dass Polizisten die seit mehr als zwei Monaten streikenden Ölarbeiter brutal angegriffen haben. Uns ist bekannt geworden dass mehr als vier Busse mit Verhafteten gefüllt und abtransportiert wurden und viele der Arbeiter schwere Verletzungen davongetragen haben.

Selbst die Androhung von Hungerstreikenden, sich selbst mit Benzin zu übergießen und sich anzuzünden führte nicht dazu, dass die Polizei sich zurückzog.

Wir finden es schändlich in welchem Ausmaß ihre Regierung Menschenrechte missachtet.

Trotz aller Gewalt konnte die Polizei ihr Ziel – das Ende des Hungerstreikes – nicht erreichen.

Wir begrüssen, dass der Musiker Sting sein Konzert in ihrem Land in Solidarität mit den streikenden Ölarbeitern abgesagt hat.

Wir fordern:

1. ein sofortiger Stopp der Angriffe und Gewaltakte auf die Streikenden
2. sofortige Freilassung aller Gefangenen
3. Sofortige Umsetzung der Forderungen der Ölarbeiter

Wir fordern Sie auf, uns über die Situation und vor allem die Umsetzung unsere Forderungen zu informieren.

An dieser Stelle informieren wir sie darüber, dass wir bereits am 15. Juni 2011 in unserer Stadt eine erste Solidaritätskundgebung unter anderem mit der sozialen Bewegung in Kasachstan durchgeführt haben. Wir werden weitere, massivere Proteste folgen lassen, wenn die brutalen, undemokratischen und menschenfeindlichen Aktionen Ihrer Regierung gegen die soziale Bewegung in Kasachstan nicht sofort eingestellt werden.

linksjugend [’solid] Aachen, 12.7.2011

Keine Panzer an Saudi-Arabien!

Keine Panzer an Saudi-Arabien!

Stellungnahme der linksjugend [’solid] Aachen zur geplanten Lieferung von 200 Panzern von Deutschland an Saudi-Arabien.

„Deutschland setzt sich weltweit für Demokratie und Menschenrechte ein.“ So wird es uns erzählt: Im Fernsehen, in den Zeitungen und in der Schule. Tatsächlich führt die Bundeswehr in vielen Teilen der Welt Kriege, um den „ungehinderten Zugang zu Rohstoffen und Absatzmärkten“ für Deutschlands Konzerne durchzusetzen und um „Hindernisse für den freien Welthandel“ zu beseitigen. So steht es sogar in einer offiziellen Publikation des Bundes, dem „Weißbuch“ der Bundeswehr.

Die Bundesregierung will mit ihrer Mehrheit im Bundestag den Verkauf von 200 Panzern des Typs Leopard II an das Regime Saudi-Arabiens genehmigen!
Während die Öffentlichkeit empört ist, versuchen Kriegsminister De Maizière, Merkel, Westerwelle und Konsorten die Details möglichst geheim zu halten. Für sie ist es eine Anmaßung der Bevölkerung, Wissen und Transparenz zu verlangen.
Zurecht fürchtet die Regierung die Bevölkerungsmehrheit, die für diesen skrupellosen und zynischen Deal keinerlei Verständnis aufbringt.

Zeig mir deine Freunde… und ich sag dir, wer du bist!
Saudi-Arabien ist eine der repressivsten und rückständigsten Regime in der ganzen Region. Es ist eine der letzten absoluten Monarchien der Welt und wird von einem Königshaus regiert, dass sich auf eine besonders reaktionäre Interpretation des Islam stützt. Frauen sind in Saudi-Arabien rechtlos. Sie dürfen bei schweren Strafen nicht einmal selbst Auto fahren. Steinigungen, öffentliche Enthauptungen und ähnliche Formen der staatlichen Barbarei sind dort an der Tagesordnung.
Als im Frühjahr Proteste für Demokratie im Nachbarstaat Bahrain losgingen, ist die Armee Saudi-Arabiens einmarschiert und hat die Demokratiebewegung brutal niedergeschlagen.
Die Leopard II-Panzer, die Deutschland liefern möchte, eignen sich nach Expertenansicht besonders gut zur Aufstandsbekämpfung. Und diesem Regime wollen deutsche Konzerne und die schwarz-gelbe Regierung Panzer liefern!

Deutschlands Herrschende: Heuchelei und Zynismus auf ganzer Linie!
Westerwelle und Merkel, die von den revolutionären Massenbewegungen gegen ihre Freunde Mubarak und Ben Ali zunächst völlig überrascht waren, tun heute so, als seien sie schon immer leidenschaftliche Unterstützer der Demokratiebewegungen im arabischen Raum gewesen. Angeblich um die Demokratiebewegungen gegen einen Diktator zu stützen, wirft die NATO Bomben auf gewöhnliche LibyerInnen. Angeblich für die Freiheit und für Frauenrechte kämpft die Bundeswehr in Afghanistan gegen die Taliban. Aber dieselbe Regierung, die sich als Vorkämpferin für Freiheit sieht (was ohnehin gelogen ist), macht Geschäfte mit den saudischen Tyrannen. Ein besseres Zeichen für ihre Verkommenheit könnte es nicht geben.

Es ist imperialistisches Kalkül!
Das alles ist kein Zufall, denn es geht bei der deutschen Außenpolitik (wie der jedes kapitalistischen, imperialistischen Landes) nicht um irgendwelche Prinzipien, sondern um Rohstoffe, Absatzmärkte und satte Profite, und um geostrategische Machtspielchen. Manche Politiker drücken das ganze unverhohlen aus: Der Junge Union-Vorsitzende Mißfelder sieht die Panzer als Druckmittel gegen den Iran und als Mittel zur Entlastung Israels.
Die Bundesregierung setzt offenbar im Kampf gegen Diktatoren wie Ahmadinedschad auf den diktatorisch regierenden Herrscher von Saudi-Arabien, was einmal mehr beweist dass Freiheit, Menschenrechte und Demokratie für Imperialisten nur Vorwände sind.
Saudi-Arabien ist eine religiös-fundamentalistische Diktatur, aber sie arbeitet mit dem Westen zusammen und ist daher zu unterstützen. -So denken es sich Merkel, Westerwelle, De Maizière, Mißfelder und wie sie alle heißen.

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Wer wir sind & was wir wollen

Hallo! Auf dieser Seite wollen wir uns Dir kurz vorstellen!

Wir sind ein aktiver, kämpferischer und unangepasster, sozialistischer Jugendverband. Die politische Grundlage für unsere Aktivitäten ist die Analyse, dass der Kapitalismus der Mehrheit der Menschen, auch in Deutschland, keine Perspektive bieten kann:
Es gibt Millionen Arbeitslose. Weitere Jobs werden vernichtet. Sozialabbau ist alltäglich. Bei unserer Gesundheit wird gekürzt. Bildung wird immer schlechter – oder kostet viel Geld. Unsere Freizeitaktivitäten werden immer unbezahlbarer. Atomkraft. Krieg. Nazis und Rassisten – diese Liste könnte sich ewig fortsetzen lassen…

Situation von Jugendlichen
Jugendliche werden von der Politik der Herrschenden am Härtesten getroffen. Wir sind es, die heute in völlig überfüllten Klassen oder Hörsälen lernen sollen. Wir sind es, die morgen die Misere am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt ausbaden müssen und wahrscheinlich keine Stelle bekommen. Wir sind die Generation, die gerne mal „Generation Praktikum“ genannt wird.
Und: Wegen der perspektivlosen Situation, in der sich unsere Generation befindet, liegt es an uns, aktiv zu werden, uns zu organisieren und für eine bessere Zukunft zu kämpfen!

Sozialistische Demokratie
Unsere Alternative zum kapitalistischen Profitwahn, der sich nur an den Profiten für Bosse und Bonzen orientiert, ist die sozialistische Demokratie: Eine Gesellschaft, in der die gesamte Gesellschaft demokratisch Wirtschaft und Politik kontrolliert, und diese an den Bedürfnissen von Mensch und Natur orientiert. Um so eine Gesellschaft aufzubauen, müssen die großen Banken und Konzerne der Macht der Profiteure entrissen, also enteignet, werden – und demokratisch durch Beschäftigte, VerbraucherInnen, halt die ganze Bevölkerung kontrolliert werden.
Sozialistische Demokratie hat nichts zu tun mit den stalinistischen Diktaturen im ehemaligen Ostblock! Für uns muss jede Führung immer abgewählt werden können, wenn sie Scheiße baut. Und: Sie darf nicht mehr verdienen als der Rest der Bevölkerung!
Wir denken, dass Parlamente vor allem Laberbuden sind. Wir setzen auf außerparlamentarische Opposition: Demonstrationen und Streiks, Besetzungen von Schulen, Unis und Fabriken, Selbstorganisation von unten. Die mediale Aufmerksamkeit der Abgeordneten wollen wir nutzen, um beispielsweise zu Demonstrationen zu mobilisieren, oder auch auf soziale Missstände aufmerksam zu machen und zu skandalisieren.

In Aktion
Aber was heißt das konkret? Es gibt viele Dinge, für die es sich zu kämpfen lohnt: sei es für mehr Ausbildungsplätze und bessere Ausbildungsbedingungen, kostenlose, gute Bildung, gegen Atomkraft, gegen Krieg oder auch gegen Nazis und Rassisten.
Wir wollen hier kurz unsere Projekte und Kampagnen der letzten Zeit vorstellen.
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