Archiv für Mai 2011

Block Brokdorf! Trailer aus dem Jahre 2041

Achtung Parallelgesellschaft:

Sarrazin und seine Freunde in Banken und Konzernen!

Sarrazin spricht in seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“ und in vielen seiner Interviews immer wieder davon, dass es eine Parallelgesellschaft gäbe. Damit reiht er sich ein in einen Chor aus Medien und Politikern, die MigrantInnen – vor allem jene aus muslimisch geprägten Ländern – die Schuld für einfach alles zuweisen: ob Arbeitslosigkeit, schlechtem Abschneiden bei der PISA-Studie oder Verwahrlosung in bestimmen Vierteln. Durch Medienhetze und Politikergeschwafel werden MigrantInnen zu Sündenböcken gemacht und ihnen die Verantwortung für Probleme zugeschoben, die durch Wirtschaft und Politik verursacht wurden.

Schlechte Bedingungen an Schulen und Universitäten, zu wenig bzw. zu schlechte Ausbildungsplätze, unbezahlte Praktika und McJobs statt gut bezahlter Arbeit. Anstatt dass die vorhandene Arbeit auf alle verteilt wird, müssen einige immer länger arbeiten. Diese Probleme gibt es für Deutsche und Nichtdeutsche. Es entspricht den Interessen von Banken und Konzernen, von Politikern und Superreichen, dass wir, statt den wirklichen Ursachen auf den Grund zu gehen, uns mit scheinbaren Antworten zufrieden geben. Um gemeinsamen Widerstand zu verhindern setzen sie auf rassistische Spaltung.

Die wahre Parallelgesellschaft sitzt im deutschen Bundestag und in den Chefetagen und Vorstandszimmern der Banken und Konzerne. Es sind diejenigen die immer reicher und reicher werden, immer mehr Besitztümer anhäufen.

In den Schulen und in den Betrieben kommen Menschen unterschiedlichster Herkunft und unterschiedlichsten Glaubens zusammen und haben mit den selben Probleme zu kämpfen: Angst, keinen Ausbildungsplatz zu bekommen oder keinen Studienplatz zu finden, länger arbeiten müssen für weniger Lohn, schlechte Wohnsituation und wieder mal kein Geld am Ende des Monats.

Darüber können die Besitzenden in diesem Land nur lachen: jedes noch so dumme Unternehmersöhnchen bekommt dank Förderung auf dem Superinternat die nötige Voraussetzung für die Unizulassung. Die Doktorarbeit wird – wie wir es bei Guttenberg und Co. gesehen haben – einfach abgeschrieben oder mit Kohle beim Ghostwriter erkauft. Danach steht einer Karriere in Papis Firma nichts mehr im Wege, dank ihm und den Freundschaften aus Kindertagen kommt man an die nötigen Verbindungen. Falls alles nichts mehr hilft kann Papas Freund ’nen Job im Bundestag vermitteln.

Klassenkampf statt Parallelgesellschaft
Die Grenzen verlaufen also nicht zwischen den Nationen – auch nicht zwischen den Religionen – sondern zwischen oben und unten. Statt rassistischer Hetze brauchen wir gemeinsamen Widerstand gegen Armut und Arbeitslosigkeit, gegen Sozialabbau und Bildungsklau – für eine lebenswerte Zukunft. Solange aber Profitinteressen von Banken und Konzernen den Ton angeben – solange wird es den Versuch geben, unseren Widerstand zu spalten. Deshalb kämpfen wir für eine Gesellschaft, in der die Bedürfnisse der Menschen und nicht der Profit im Mittelpunkt steht; in der es Wohlstand und Bildung für alle, Arbeits- und Ausbildungsplätze im gewünschten Beruf und keine Unterdrückung nach Geschlecht, Herkunft, Religion oder sexueller Orientierung gibt. Das ist für uns eine sozialistische Gesellschaft, in der die Mehrheit der Bevölkerung die Wirtschaft nach den Bedürfnissen von Mensch und Natur organisiert.

Komm‘ zu den Protesten gegen Rassismus und die Sarrazin-Lesung am 25. Mai um 19 Uhr, rund um die Mayersche Buchhandlung / den Elisengarten!

Den Flyer als Kopiervorlage runterladen: *click*

Solidaritätserklärung

mit den Beschäftigten bei der CFM (Charité Facility Management)

Hiermit erklären wir unsere uneingeschränkte Solidarität mit den Beschäftigten bei der Charité-Tochtergesellschaft CFM für einen Tarifvertrag und eine Angleichung der Löhne und Arbeitsbedigungen an das Charité-Niveau. Sollte der zur Zeit ausgesetzte Streik wieder aufgenommen werden, unterstützen wir diesen mit ganzer Kraft.

Die Beschäftigten der CFM (Charité Facility Management) kämpfen für einen Tarifvertrag und gegen Hungerlöhne und Prekarisierung. Hier gibt es teilweise Löhne von 5,50 Euro, Einsatz von LeiharbeiterInnen und Befristungen von Arbeitsverträgen.

Es ist nicht zu akzeptieren, dass die Senatsparteien SPD und LINKE einerseits Mindestlöhne fordern, andererseits zulassen, dass in einem Betrieb, in dem mit der Charité zu 51 Prozent ein landeseigenes Unternehmen Mehrheitsgesellschafter ist, diese Ansprüche nicht eingehalten werden. Wir fordern von SPD und LINKE, dass sie unverzüglich dafür sorgen, dass die Forderungen der Beschäftigten vollständig erfüllt werden.

Wir protestieren außerdem gegen den Einsatz von LeiharbeiterInnen und gegen die von Arbeitgeberseite ausgesprochenen Drohungen gegenüber streikwilligen Beschäftigten.

linksjugend [’solid] Aachen, 17.5.2011

„Es rettet uns kein höheres Wesen!“

Stellungnahme der linksjugend [’solid] Aachen zur Frage von Religion und Kirche
10. Mai 2011

Wir sind überzeugt davon, dass es nötig ist diese Welt zu verändern. Doch das können wir nur – wie es im Text der „Internationale“ heißt – „selber tun“. Dementsprechend lassen wir uns nicht auf ein Paradies im Jenseits vertrösten und vertrauen auf die organisierte Kraft der Arbeiterklasse und der Jugendlichen weltweit, anstatt auf irgendeine übernatürliche Macht.

„Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes“ schrieb einst Karl Marx.
Die Aufklärung, die Entwicklung von Forschung und Technik und die Erkenntnisse der modernen Wissenschaften haben jahrhundertealte Dogmen zerstört. Dennoch gewinnen Religionsgemeinschaften und Sekten, oftmals besonders reaktionäre und fundamentalistische, überall neue AnhängerInnen. Besonders da, wo Armut, Not und Perspektivlosigkeit besonders groß sind. Für viele Menschen weltweit scheint Religion, mangels „weltlicher“ Alternativen, der einzige Rettungsanker zu sein. Deshalb sind Religionen auch weltweit auf dem Vormarsch, besonders in den Ländern der ex-kolonialen Welt; aber längst nicht nur da. (mehr…)

Treffen am 10.5. fällt aus

Das Treffen am 10. Mai fällt wegen Vorbereitungen der Proteste gegen die Sarrazin-Lesung am 25. Mai in Aachen aus!