19. Februar 2011: Dresden Nazifrei!

Auch dieses Jahr rufen Neonazis europaweit zum alljährlichen Aufmarsch nach Dresden. Nachdem der Aufmarsch 2009 einer der Größten der letzten Jahre war, wurde er 2010 durch erfolgreiche Massenblockaden verhindert.
Wenig später, am 8. und 9. April, wollen Neonazis durch Stolberg marschieren. Wir sagen: Egal wo – es gibt keine Homezone für Faschisten! Lasst uns den Neonazis auch dieses Jahr zeigen:
Ob Dresden, Stolberg oder sonstwo –
no pasarán! Sie kommen nicht durch!

Krise und Faschisten
Auch wenn Wirtschaftsbosse und Politiker gerne das Gegenteil behaupten – die Krise ist längst nicht überstanden. Und die Auswirkungen sollen natürlich auf uns abgewälzt werden. Gerade in solchen Zeiten rücken Faschisten soziale Themen in den Vordergrund und versuchen, sich antikapitalistisch darzustellen. In der Realität machen sie jedoch Politik für genau die, die sie scheinbar bekämpfen. So fordert die NPD in Flugblättern zur Krise Lohnsubventionen und Steuerfreiheit für Unternehmensgewinne. Die Gönner der Neonazis sind Kapitalisten – und deren Politik setzen sie um.

Spalte und Herrsche
Denn für Konzernchefs ist es natürlich viel angenehmer, wenn ArbeiterInnen den Grund für Entlassungen und Lohndrückerei bei den KollegInnen suchen, anstatt bei den Chefs. Und die profitieren munter weiter.
So reihen sich auch die bürgerlichen Parteien SPD, Grüne, CDU und FDP gerne bei Protesten gegen Neonazis ein – und am nächsten Tag bringen sie in Parlamenten rassistische Sprüche, beschliessen Kürzungen und bauen demokratische Rechte ab. Und sind froh, wenn es keine gemeinsame Gegenwehr von Deutschen und Nichtdeutschen gibt.

Gegen Rassismus und Arbeitslosigkeit
Welche Zukunft bietet uns der Kapitalismus? Arbeitslosigkeit, Armut, Rassismus – kurz: Die totale Perspektivlosigkeit. Wir dagegen kämpfen für eine Gesellschaft, in der es Wohlstand und Bildung für Alle, Arbeits- und Ausbildungsplätze im gewünschten Beruf und keine Unterdrückung nach Geschlecht, Herkunft oder sexueller Orientierung gibt. Eine sozialistische Gesellschaft, in der die Mehrheit der Bevölkerung die Wirtschaft nach den Bedürfnissen von Mensch und Natur organisiert, ist die Zukunft, die wir erkämpfen wollen.

Auf nach Dresden!
Wenn wir Neonazis langfristig bekämpfen wollen, müssen wir das Übel an der Wurzel packen und verstehen: Der Kampf gegen Faschisten ist immer auch der Kampf für eine bessere Zukunft! Deswegen: Fahr‘ mit uns am 19. Februar nach Dresden (melde Dich! Wir organisieren Anreisemöglichkeiten.) – hilf mit, die Neonazis zu blockieren – und kämpf‘ mit uns für eine lebenswerte Zukunft!
Gerade bei Neonaziaufmärschen kann sich auch kurzfristig noch einiges ändern. Auf unserer Website kannst Du Dich regelmässig Updaten!

Komm auch zur Vorbereitungsveranstaltung: Dienstag | 15.2. | 19 Uhr | Linkes Zentrum | Augustastrasse 69
Themen unter anderem:
-Dresden: Faschisten und der Opferkult
-Gegen Rassismus und Kapitalismus: Das Übel an der Wurzel packen
-Wie verhalte ich mich auf Demos? Wie bereite ich mich vor?

Diesen Artikel kannst Du auch als Flyer runterladen: Vorderseite | Rückseite oder zu einem unserer Treffen kommen und ihn mitnehmen!