Archiv für Januar 2011

Dresden: Informieren und mitfahren – keinen Fußbreit den Faschisten!

Auch dieses Jahr rufen Neonazis europaweit zum alljährlichen Aufmarsch nach Dresden. Nachdem der Aufmarsch 2009 einer der Größten der letzten Jahre war, wurde er 2010 durch erfolgreiche Massenblockaden verhindert.
Wenig später, am 8. und 9. April, wollen Neonazis durch Stolberg marschieren. Wir sagen: Egal wo – es gibt keine Homezone für Faschisten! Lasst uns den Neonazis auch dieses Jahr zeigen:
Ob Dresden, Stolberg oder sonstwo –
no pasarán! Sie kommen nicht durch!

Wir organisieren eine Vorbereitungsveranstaltung zum Naziaufmarsch in Dresden. Themen unter anderem:
-Dresden – Faschisten und der Opferkult
-Gegen Rassismus und Rassismus: Das Übel an der Wurzel packen
-Wie verhalte ich mich auf Demos? Wie bereite ich mich vor?
Am 15. Februar um 19 Uhr im linken Zentrum, Augustastrasse 69, Aachen.

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Bei uns gibt’s ab sofort Karten für den Bus nach Dresden. Sie Kosten 15€ (Solipreis: 25€ | Ermäßigt: 10€) pro Karte.
Am besten kommst Du bei einem (immer interessanten!) Treffen vorbei oder meldest Dich!

Jugendbewegung im Mittelmeerraum

Info- & Diskussionveranstaltung:
Dienstag | 1. Februar | 19 Uhr | linkes Zentrum | Augustastrasse 69 | Aachen

Ausgehend von Tunesien hat sich eine Protestbewegung über den ganzen Mittelmeerraum ausgedehnt. Besonders im Maghreb, aber mittlerweile auch in Ägypten, sind Massen auf der Straße. Die tunesische Regirung wurde verjagt, die Herrscher in den übrigen Ländern schlafen nicht mehr ruhig, denn sie fürchten berechtigterweise um ihre Macht.

Wie kann die Bewegung weitergehen? Wie kann sie Erfolg haben, welche Gefahren gibt es? Wie können wir sie von hier aus unterstützen?
Das sind einige der Punkte, die wir diskutieren wollen. Und: Die Ideen in die Tat umsetzen!

Stellungnahme der linksjugend [’solid] Aachen zum Kürzungswahn der Jungen Union

Die ganzen letzten Jahre über wurde uns erzählt, wir müssten den Gürtel enger schnallen. Wenn wir nur alle am gleichen Strang ziehen würden, würden wir die Krise überstehen.
Bei allen Forderungen aus der Bevölkerung nach besserer Bildung, einem vernünftigen Sozialsystem und anderen Bedürfnissen der Menschen wurde immer auf das angeblich nicht vorhandene Geld verwiesen, gleichzeitig wurden für marode Banken mal eben 480 Milliarden Euro locker gemacht, weitere Unsummen in Konjunkturpakete zum Abfedern der Krise gesteckt.
Seit einiger Zeit hat sich der Ton aber geändert: Die Krise sei vorbei, es gehe aufwärts, sogar die Arbeitslosenzahl habe die Drei-Millionen-Marke unterschritten.
Wir fragen uns: Warum kommt vom Aufschwung nichts bei uns an? Im Gegenteil: Jetzt kommen auf allen Ebenen – bundesweit, landesweit, aber vor allem auch kommunal – knallharte Kürzungspakete auf uns zu. (mehr…)

Kundgebung gegen Repression im Maghreb

Vor allem in Tunesien und Algerien sind Massen auf den Strassen und kämpfen für ein lebenswertes Leben. Weil die Herrschenden um ihren Reichtum und ihre Macht fürchten, überziehen sie die Menschen mit dramatischer Repression – viele Menschen wurden in dem Aufstand schon von der Polizei ermordet.
Tobt der Aufstand derzeit vor allem in Tunesien und Algerien, so brodelt es auch in allen Nachbarländern, unabhängig von der Regierungsform, ob Diktatur/Monarchie oder sogenannte „Demokratie“. Die Herrschenden befürchten berechtigterweise einen Flächenbrand. Tragen wir unseren Teil dazu bei – dass die Menschen ihr Geschick selbst in die Hand nehmen!

Am Mittwoch, den 26.1., wird es eine Kundgebung ab 17 Uhr am aachener Elisenbrunnen geben.
Wir wollen die Repression thematisieren, vor allem aber unsere Solidarität mit den Aufständischen ausdrücken und sie so stärken.

Hier findest Du eine aktuelle ausführliche Stellungnahme zum Thema.

Kommunismus – na klar!

Zur Debatte um Gesine Lötzsch‘ Beitrag in der jungen Welt

„Er ist gut für dich, erkundige dich nach ihm. Die Dummköpfe nennen ihn dumm, und die Schmutzigen nennen ihn schmutzig. Er ist gegen den Schmutz und gegen die Dummheit. Die Ausbeuter nennen ihn ein Verbrechen, aber wir wissen:
Er ist das Ende der Verbrechen. Er ist keine Tollheit, sondern Das Ende der Tollheit. Er ist nicht das Rätsel, sondern die Lösung. Er ist das Einfache, das schwer zu machen ist.“

Bertolt Brecht

Gesine Lötzsch‘ Beitrag in der jungen Welt „Wege zum Kommunismus“ hat zu heftigen Diskussionen über Kommunismus und Sozialismus geführt und die Gemüter bürgerlicher Medien und Politiker erregt. Auf breiter Front wurde DIE LINKE angegriffen und verurteilt. Am weitesten ging dabei CSU-Generalsekretär Dobrindt. Er forderte die flächendeckende Bespitzelung und die Prüfung eines Verbotsverfahrens.

Alle bürgerlichen Medien, ob nun SPIEGEL, FOCUS, die Springer-Presse oder andere, prangerten an, es handele sich beim Kommunismus um ein Unrechtssystem, eine Diktatur. Sie behaupteten, das stalinistische System, welches im Ostblock herrschte, sei gleichzusetzen mit dem Wort Kommunismus. Bezeichnenderweise findet sich diese falsche Gleichsetzung solcher Systeme mit dem Kommunismus auf Seiten von AntikommunistInnen und StalinistInnen gleichermaßen.

Offenbar vergessen haben bürgerliche Politiker, dass sie ihre sogenannte „freiheitlich-demokratische Grundordnung“ bei Stuttgart 21 und in Gorleben mit Tränengas und Knüppeln durchsetzten.

Gesine Lötzsch machte einen Angriff leicht. In ihrem Beitrag ist nicht ganz klar zu erkennen, welche Haltung sie zu den stalinistischen Regimen im Ostblock hat. Das macht deutlich wie dringend es ist, dass DIE LINKE ihre Haltung zu den stalinistischen Systemen breit diskutiert.
Richtig ist es aber, Gesellschaftsalternativen zu diskutieren. Die tiefe Wirtschaftskrise in den vergangenen Jahren, Umweltkatastrophen wie im Golf von Mexico, Armut und Verelendung in vielen Teilen der Erde zeigen: Der Kapitalismus funktioniert nicht. Gerade für Jugendliche sind die Zukunftaussichten alles andere als rosig.

Ob als billige Arbeitskraft in McJobs, ob als junger Flüchtling aus Afrika oder als Studentin und Schülerin in überfüllten Hörsälen – Jugendliche von heute brauchen keine plakative Anti-Kommunismus-Hetze. Vielmehr brauchen wir eine Debatte darüber, was Kommunismus ist, sein könnte und wie mensch dahin kommt.

In das Wort Kommunismus wird von verschiedenen Seiten vielerlei hineininterpretiert. Wir wollen dieses Wort wieder positiv besetzen.
Kommunismus ist für uns eine freie Gesellschaft ohne jede Unterdrückung. Grundlage solch einer Gesellschaft ist es, dass nach den Bedürfnissen der Menschen und der Umwelt und nicht nach Profitinteresse einiger Weniger produziert wird. Es ist für uns eine Gesellschaft, in der Alle mitwirken und teilhaben können, „jeder nach seinen Fähigkeiten und jedem nach seinen Bedürfnissen“ (Marx). Es ist eine Gesellschaft, in der die arbeitende Bevölkerung entscheidet wie der Reichtum, der produziert wird, verteilt wird. Es ist eine Gesellschaft, in der die Menschen demokratisch ihre Lebenswelt gestalten können, ob im Betrieb, in der Schule, an der Universität oder im Wohnumfeld.

Für uns hat so eine Gesellschaft nichts gemein mit den stalinistischen Systemen, die es im Ostblock gab, wo eine Minderheit von abgehobenen Bürokraten über die Mehrheit herrschte.
Innerhalb, aber auch außerhalb der LINKEn brauchen wir eine Debatte – für eine andere Gesellschaftsform – für den Kommunismus!