Archiv für November 2010

Oben Bleiben heißt Runter kommen!

Runter fahren zur überregionalen Großdemonstration gegen Stuttgart21 am 11. Dezember 2010!
Wir organisieren Mitfahrgelegenheiten – einfach melden!

Die linksjugend [’solid] Aachen unterstützt den Aufruf der Jugendoffensive gegen Stuttgart 21:

Liebe Freundinnen und Freunde der Bewegung gegen Stuttgart 21,

was sich wie ein Mafia-Krimi liest, ist in Baden-Württembergs Landeshauptstadt Realität: Ein Filz aus Baukonzernen, Banken und Immobilienspekulanten setzt mit ihren PolitikerInnen und Freunden bei der Bahn ein Milliardenprojekt durch, um sich kräftig die Taschen zu füllen. Ihnen geht es bei Stuttgart 21 vorrangig um milliardenschwere Bauaufträge und 106 Hektar freie Fläche in Innenstadtlage – nicht um einen unterirdischen Durchgangsbahnhof.
Damit sie ihre Interessen durchsetzen können, wurde am 30. September mit Schlagstock und Wasserwerfer nachgeholfen. Merkel sieht sich angesichts von Protesten gegen Sozialabbau und Atomkraft genötigt Härte zu zeigen und das Projekt voran zu treiben.
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PM: „Werbeplakate einer Dessouskette verändert

In der Nacht vom 25. auf den 26. November wurden im gesamten Aachener Innenstadtbereich Werbeplakate einer bekannten Dessouskette mit Plakaten überklebt. Die Plakate kritisierten indirekt die Abbildung von Frauen in Unterwäsche und den dabeistehenden zweideutigen Slogans. Darunter waren auch Plakate der Jugendgruppe linksjugend [’solid] Aachen.
Eine Sprecherin der DIE LINKE nahestehenden Gruppe erklärt dazu: „Gerade in der kommerziellen Werbung werden Frauen immer mehr zu Waren stilisiert. Ob sie als ‚Hingucker‘ herhalten müssen oder selbst zum Verkaufsobjekt werden. Dadurch werden konservative Rollenbilder gefestigt, nach denen die Frau zum Objekt wird und dem Mann jederzeit zur Verfügung zu stehen hat.
Besonders pointiert wird dies mit der aktuellen Werbekampagne der Firma Hunkemöller. Damit wird das zur Zeit vorherrschende Schönheitsideal der über-schlanken Frau gefestigt und sie als Ware deklariert. linksjugend [’solid] Aachen kritisiert insbesondere solche Werbung.“

Weiter erklärt sie, sie verstehe die Beweggründe der Menschen, die sich „dagegen zur Wehr setzen, sehr gut. Gleichzeitig sei darauf hingewiesen, dass das wilde Plakatieren nicht erlaubt ist.“

Die linksjugend [’solid] Aachen trifft sich jeden Dienstag um 19 Uhr im Linken Zentrum, Augustastr. 69. Interessierte sind herzlich willkommen.“

SprecherInnenrat der linksjugend [’solid] Aachen

Bei Indymedia gibt es einen Artikel dazu.

Knüppeln für den Kapitalismus?!

Info- und Diskussionsveranstaltung am Dienstag, den 30. November um 19 Uhr im Linken Zentrum, Augustastraße 69.

Stuttgart, 30. September: Friedliche DemonstrantInnen werden im Stuttgarter Schlossgarten von aggressiven Polizisten zusammengeknüppelt. Sie protestieren gegen das Milliardengrab „Stuttgart 21″, ein Projekt, das die übergroße Mehrheit der StuttgarterInnen ablehnt. Die Bilanz: Mindestens 400 Verletzte, viele davon schwer. Eine Frau muss reanimiert werden, ein Mann verliert sein Augenlicht.
Wenige Wochen später kommt es noch dicker: Bei den bisher größten Protesten gegen einen Castor-Transport ins Wendland werden mehr als 1000 Menschen verletzt. Auch hier: Mehr als zwei Drittel der in Deutschland Lebenden lehnen Castor-Transporte ab.

Aber warum haben soziale Bewegungen immer stärker mit teils brutaler Repression zu kämpfen? Sind das vereinzelte, ausser Kontrolle geratene Prügelpolizisten – oder steckt dahinter politisches Kalkül?
Unter anderem darüber wollen wir diskutieren.
Außerdem gibt es Augenzeugenberichte von den Protesten in Stuttgart und dem Wendland.

Den Flyer zur Veranstaltung kannst Du hier als Kopiervorlage runterladen.

Sexistische Werbung überklebt

In der Nacht vom 25. auf den 26. November wurden in der aachener Innenstadt zahlreiche Werbeplakate einer Dessouskette mit antisexistischen Plakaten überklebt.

Wir finden es natürlich klasse, dass sich Menschen gegen Sexismus engagieren!
Unabhängig davon möchten wir darauf hinweisen, dass „wildes Plakatieren“ nicht erlaubt ist.

Da auch Plakate unserer Organisation verwendet wurden, werden wir an dieser Stelle demnächst eine Stellungnahme veröffentlichen.

Bei Indymedia gibt es einen Artikel dazu.

Stolberg 2011: Nazi-Aufmärsche gemeinsam blockieren!

Die linksjugend [’solid] Aachen unterstützt den Aufruf des Blockieren-Bündnisses.
Blockieren!
Hier der Aufruf:

Stolberg 2011: Nazi-Aufmärsche gemeinsam blockieren!

Aufruf des Bündnisses gegen den Naziaufmarsch 2011 in Stolberg (Rhld.)

Seit 2008 instrumentalisieren Nazis den Tod eines Jugendlichen in Stolberg für ihre rassistische Propaganda. Dabei ist ihr Ziel in Stolberg einen Märtyrerkult aufzubauen, ähnlich dem, der etwa im schwedischen Salem besteht. In Neonazikreisen setzte sich eine Konstruktion der Ereignisse durch, die auf Opfermythos, Märtyrerkult und Rassismus setzt. Es wurde ein Bild gezeichnet, nachdem die Tat nur ein weiteres Beispiel, für eine ständige Verfolgung „der Deutschen“ durch MigrantInnen, durch Linke und durch eine breite Öffentlichkeit sei, gegen die sie sich gemeinsam, entschlossen und gewaltsam zur Wehr setzten müssten. Kevin P., der Getötete wurde stilisiert zum »Held, der für Deutschland fiel«, zum »Soldat, im Kampf ermordet«, zum »Märtyrer für die national(sozialistisch)e Sache«, eben als einer der ihren. Und wenn schon nicht einer der ihren, denn in dieser Frage sind sich die Neonazis nicht einig, so war er doch wenigstens »ein junger Deutscher«. Dass es sich bei dem Streit um einen sogenannten Beziehungsstreit handelte, erwähnten sie nicht.
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