Keinen Fußbreit den Faschisten!

Nicht die Moschee stört, sondern die Rassisten!

Wieder einmal wollen Aachener Neonazis um Axel Reitz aufmarschieren. Diesmal richten sie sich gegen den geplanten Neubau der Moschee in der Stolberger Straße. Diese ist bereits seit Jahren dort geplant und wird nun in die Realität umgesetzt – finanziert durch Spendengelder, welche die muslimische Gemeinde sammelte.

Scheinbar wollen die Nazis den Baubeginn nutzen, um ihre Hetze zu verbreiten und Stimmung gegen Muslime zu machen. Doch es ist nicht die Moschee, die hier in der Stadt das Problem ist – die wirklichen Probleme liegen ganz woanders: Arbeitslosigkeit, steigende Armut, Bildungsmisere, marode Schulen usw. Das sind echte Probleme, die Antworten bedürfen. Und diese Probleme betreffen uns alle, egal welche Religion oder welche Herkunft wir haben.

Gegen den geplanten Naziaufmarsch wollen viele demonstrieren, so ruft auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Aachen zu einer Gegendemonstration auf.
An diesem Tag muss deutlich werden:

WIR LASSEN UNS NICHT SPALTEN!
Seid dabei, demonstriert mit! Lassen wir die Nazis nicht durch!

Demonstration:
Samstag, 25. September | 10 Uhr | Aachen HBF | Checkt wegen eventueller Änderungen www.linksjugendsolidaachen.blogsport.de.

Veranstaltung:
Wer sind die Nazis, was wollen die hier und wie werden wir sie los?
Dienstag. 21. September | 19.00 Uhr | LINKE-Büro, Augustastr. 69

Man mag über Religionen unterschiedlicher Meinung sein. Wir selber vertrauen nicht auf das Himmelreich, wir wollen die Gesellschaft hier und heute verändern. Trotzdem verteidigen wir das Recht aller Menschen, sich zu ihrer Religion, ihrer Kultur und Sprache zu bekennen. Wir lehnen Ungleichbehandlung und Diskriminierung auf religöser, nationaler oder sprachlicher Grundlage ab. Deshalb verteidigen wir auch das Recht der muslimischen Gemeinde für den selbstfinanzierten Neubau ihrer Moschee.

Teile und Herrsche
Politiker und Wirtschaftsbosse freuen sich, wenn Menschen sich über Religionen und Nationalitäten streiten und vor lauter Angst vor angeblicher „islamistischer Bedrohung“ übersehen, wie sehr Sozialleistungen, Löhne oder Bildungssystem bedroht sind. Das ist das Prinzip von „teile und herrsche“: Wir sollen uns gegenseitig verdächtigen, statt gemeinsam gegen Kürzungspläne und Entlassungen vorzugehen.

Da hilft nur selbst was tun…

In Aachen erstarken sogenannte „Autonome Nationalisten“ und andere Faschisten. Den Nährboden bereiten dafür auch die etablierten Parteien wie CDU, FDP und SPD mit ihrer Sozialkahlschlagspolitik sowie mit ihrer rassistischen Meinungsmache à la „das Boot ist voll“ und ihrer menschenverachtenden Abschiebepraxis. Auf diesem Boden gedeihen die radikal klingenden Scheinantworten und die Hetze der Nazis. Das einzige Mittel dagegen ist ein gemeinsamer Widerstand von Deutschen und Nichtdeutschen gegen Sozialkahlschlag, Bildungsklau und Arbeitslosigkeit. Die Grenzen verlaufen nicht zwischen den Nationen sondern zwischen oben und unten. Heute organisieren die Nazis im Höchstfall einige tausend in diesem Land, aber wir sind Millionen!

Schluss mit Nazis und Kapitalismus – eine andere Welt ist möglich!
Die Beteiligung an Protesten ist wichtig, wir dürfen danach aber nicht aufhören. Gegen Nazis und den anderen Mist können wir langfristig nur erfolgreich sein wenn wir uns organisieren. „Allein machen sie dich ein“ dieser Satz von „Ton-Steine-Scherben“ stimmt 100 Prozent. Deshalb haben wir uns bei Linksjugend [’solid] zusammengetan. Linksjugend [’solid] ist ein kämpferischer und sozialistischer Jugendverband. Wir sind aktiv gegen Nazis, Umweltzerstörung, Krieg und Kapitalismus. Unsere Alternative zu Profitwahn ist eine sozialistische Welt, in der die Mehrheit alles demokratisch entscheidet und kontrolliert. Mach mit und werde aktiv!


1 Antwort auf „Keinen Fußbreit den Faschisten!“


  1. 1 Treffpunkt für Aachen steht « linksjugend [’solid] Aachen Pingback am 13. September 2010 um 17:28 Uhr
Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.