Nazi-Aufmarsch stoppen!

Diesen Aufruf werden unsere Mitglieder und SympathisantInnen in den nächsten Wochen flächendeckend in Aachen und Umgebung verteilen.

Nazi-Aufmarsch Stoppen!
Am 4.4 wollen Nazis schon wieder in Stolberg aufmarschieren. Die Nazis versuchen den Tod eines neunzehnjährigen Berufsschülers, den sie als „ihren Kameraden“ bezeichnen, für sich zu nutzen. Dessen FreundInnen und Familie sagen, er sei kein Sympathisant der Neonazis gewesen. Die Nazis sind 2008 schon mehrmals in Stolberg aufmarschiert. Doch sie konnten dies nicht ungestört tun. Etliche Menschen haben ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt. Am 12.4.08 demonstrierten 800 Nazis und 450 Gegendemonstranten, am 26.4.08 waren es dann 400 Nazis und 1500 Gegendemonstranten.
Nazis bauen sich verstärkt in der Region auf.
In der ganzen Region Aachen werden verstärkt linke und alternativ aussehende Jugendliche eingeschüchtert und angegriffen. Die Nazis stehen für die Abschaffung alle demokratischen Rechte. Mit ihren rassistischen Hetzparolen wollen sie eine tiefe Spaltung in der arbeitenden Bevölkerung und Jugend erreichen. Nazischläger greifen MigrantInnen, Jugendliche und Aktive in Gewerkschaften an. Die Rechtsextremisten sind eine kleine Minderheit und jeder Aufmarsch macht sie stärker. Doch wenn sich viele Menschen dagegen wehren haben sie keine Chance. Also ist es unser Ziel uns gemeinsam den Nazis entgegen zu stellen und den Aufmarsch zu verhindern.
Die Krise heißt „Kapitalismus“!
Nazis geben scheinbar radikale Antworten auf die Krise. Sie beschuldigen „Nichtdeutsche“ für die Probleme unserer Zeit: Wirtschaftskrise, Arbeits- und Sozialabbau Lohndrückerei und Bildungsverfall. Doch die Ursachen dafür liegen in der kapitalistischen Wirtschaftsordnung. In dieser Wirtschaftskrise drohen der Masse der Bevölkerung, den Beschäftigten und den Arbeitslosen, den Jugendlichen und den Rentnern düstere Aussichten. Für uns bedeutet die Krise Massenentlassungen und harte Angriffe auf Löhne, Arbeitsbedingungen und Bildungswesen.
Gemeinsam gegen Nazis und Sozialkahlschlag!
Wenn wir nicht zusehen wollen, wie die Krise auf dem Rücken der Mehrheit abgeladen wird und die Verursacher und die Profiteure ungeschoren davon kommen, dann ist es höchste Zeit eine antirassistische Bewegung der Mehrheit gegen diese Minderheit in den Chefetagen der Banken und Konzerne und in der Regierung aufzubauen – von Menschen egal welcher Herkunft gemeinsam. Ein erster Schritt dazu sind die bundesweiten Demos in Frankfurt a.M. & Berlin. Diese können aber nur ein erster Schritt sein, danach muss es weiter gehen. Unsere Nachbarn in Frankreich und Griechenland machen es mit Streiks und Protesten vor. Kapitalismus beenden – Get organized!
Die Beteiligung an Protesten ist wichtig, wir dürfen danach aber nicht einfach nach Hause gehen. Es kommt darauf an sich zu vernetzen und gemeinsam Widerstand zu organisieren.

Linksjugend [‘solid] ist ein kämpferischer und sozialistischer Jugendverband. Wir kämpfen gegen Nazis, Umweltzerstörung und Kapitalismus. Unsere Alternative zu Profitwahn ist eine sozialistische Gesellschaft, in der die Mehrheit demokratisch entscheidet und kontrolliert. Mach mit und werde aktiv!