Archiv für März 2009

[Infos] Stolberg: Naziaufmarsch stoppen!

Ab sofort werden hier aktuelle Infos zu den geplanten Naziaufmärschen in Stolberg veröffentlicht.

Zusätzlich zum lange angekündigten Aufmarsch am 4.4. haben Nazis jetzt auch noch für den 3.4. einen Fackelmarsch (!) durch das Mühlener Viertel angekündigt. Dieser wurde von der Polizei genehmigt. Die Nazis erwarten ca. 50 Teilnehmer.
update
Treffpunkt für die antifaschistischen Proteste am Freitag für alle aus Aachen:
17:15h, Aachen HBF
Treffpunkt in Stolberg:
update18:00h, Kaiserplatz
Es ist besondere Vorsicht geboten. Besonders bei der Anreise gilt: Je mehr wir sind, desto besser!

Die Rolle der Polizei wird hier ganz offensichtlich klar: Während der Nazi-Fackelmarsch erlaubt wurde und geschützt werden wird, wurde die Antifaschistische Gegendemo, die am 4.4. um 9.30 Uhr beginnen sollte, verboten.
Der Treffpunkt für alle, die aus Aachen kommen, bleibt 9 Uhr am HBF. Von dort aus fahren wir gemeinsam nach Stolberg. Der Zug fährt um 9.32 Uhr ab. Die Zwischenhalte:
Aachen-Rothe Erde 09:36
Eilendorf 09:39
Stolberg(Rheinl)Hbf 09:46

Alle Anderen können sich dennoch auf dem Friedensplatz treffen, wo wir uns mit ihnen Zusammenschließen könnten. Sie können aber auch auf den Kaiserplatz gehen und Leute von der bürgerlichen „Gegendemo“ abholen – um dann gemeinsam die Nazis zu verjagen.

In diesem Sinne: No pasaran!

Weitere Infos folgen, sobald sie verfügbar sind.

Wir blechen nicht für eure Krise

Bildungsstreik 17. Juni 2009
Tous ensemble: Kämpfen wie in Frankreich

Kommenden Samstag demonstrieren in Berlin und Frankfurt viele tausend Menschen. Zurecht: Massenentlassungen, Lohndrückerei und Hartz IV bieten keine Lebensperspektive. Vor allem Jugendliche haben Grund, auf die Strasse zu gehen: Die Selektion im Kindesalter durch das dreigliedrige Schulsystem, schlechte Bildung, für die sogar noch bezahlt werden muss oder marode Schulen. Und das, während Banken und Managern Milliarden geschenkt werden.

Was nun? – Was tun!
Ginge es nach den Kapitalisten, wäre der „Idealzustand“ noch lange nicht erreicht. Sie brauchen ein paar wenige Experten und Manager und viele, die für möglichst wenig Kohle schuften.Und darauf arbeiten sie hin. Deswegen ist es allerhöchste Zeit für Gegenwehr!
Wir haben andere Vorstellungen von unserem Leben als die Herrschenden, die uns möglichst einfach ausbeuten und schon in der Schule auf ihr Profitsystem trimmen wollen – und dafür müssen wir kämpfen!
Die Großdemos heute in Berlin und Frankfurt sind ein erster Schritt. Aber wir müssen dran bleiben! Die Jugendlichen in Frankreich und Italien haben es uns vorgemacht: Dort haben Jugendliche mit Streiks und Schul- und Unibesetzungen angefangen und den Schulterschluss zu ArbeiterInnen gesucht. Später gab es Streiks mit hunderttausenden TeilnehmerInnen. In Frankreich fand am 19. März der zweite Generalstreik statt.
In Deutschland ist für den 17.6. ein bundesweiter Bildungsstreik im Rahmen einer Aktionswoche geplant. Wir beteiligen uns daran und rufen die Gewerkschaften auf, alle Beschäftigte des Bildungssektors ebenfalls zum Streik rauszuholen. Am 16.Mai mobilisiert der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) zu einer Großdemo gegen die Krise in Berlin. Wir finden: Es ist endlich Zeit, dass sich alle, die von den Folgen der Krise betroffen sind, gemeinsam wehren!
Im DGB sind sechs Millionen Beschäftigte organisiert. Wir fordern den DGB auf, auch in Deutschland zu einem eintägigen Generalstreik aufzurufen, der das Land lahmlegt. Das würde deutlich machen, wer in der Gesellschaft die Werte produziert und die Macht hat, Verbesserungen durchzusetzen.

Das System ist der Fehler!
Im Kapitalismus, wo die Herrschenden für möglichst wenig Ausgaben möglichst hohen Profit erzielen wollen, wird der Großteil der Bevölkerung immer ausgebeutet werden. Und die Umwelt zerstört, wenn das profitabel ist.
Die Krise zeigt erneut, dass dieses System nicht im Interesse der Mehrheit der Bevölkerung ist. Dem Chaos der kapitalistischen Marktwirtschaft stellen wir den Kampf für eine sozialistische Demokratie entgegen, in der die Produktion entlang der Bedürfnisse der Menschen geplant wird.
Linksjugend [’solid] kämpft für eine Welt ohne Unterdrückung, Diskriminierung, Krieg und Ausbeutung. Mach mit!

Wir fordern:
- Die Reichen sollen zahlen: Eine Millionärssteuer von 10% auf Vermögen ab 1 Million Euro
- Kostenlose und gute Bildung für alle
- Die Einführung einer Gemeinschaftsschule
- die Abschaffung jeglicher Noten
- Klassenstärken von max. 15 SchülerInnen
- 100 000 gut ausgebildete neue Lehrkräfte
- die Abschaffung von G8/dem Turbo-Abitur
- Weg mit Hartz IV
- Einen gesetzlichen Minedestlohn von 10 Euro
- Drastische Arbeitszeitverkürzung auf 30-Stunden-Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich
- Verstaatlichung nicht nur von maroden Banken: Überführung aller Banken und Konzerne in öffentliches Eigentum, demokratisch kontrolliert durch die arbeitende Bevölkerung

Fahr‘ mit uns nach Frankfurt!
Wer kämpft kann verlieren –
wer nicht kämpft, hat schon verloren!

Infos zur Fahrt nach Frankfurt bitte per Mail erfragen!

27.3.: Antifaschistischer Abendspaziergang

Laut AntifaschistInnen aus Aachen soll am 27.3. um 19.00 Uhr ein zweites Mal ein Antifaabendspaziergang stattfinden. Damit soll einerseits auf die bevorstehenden Naziaufmärsche in Stolberg und andererseits auf die ständige Präsenz von Nazis in der Aachener Innenstadt hingewiesen werden. Seit längerer Zeit machen sich vor allem im Kneipenviertel der Pontstraße verstärkt Neonazis breit; es kam öfter zu Übergriffen auf Menschen, die nicht in ihr Weltbild passen.

Ein solcher Abendspaziergang fand zuletzt vor ein paar Monaten erfolgreich statt.
Losgehen solls um 19.00 Uhr am Aachener Markt. Wir sehen uns!

Nazi-Aufmarsch stoppen!

Diesen Aufruf werden unsere Mitglieder und SympathisantInnen in den nächsten Wochen flächendeckend in Aachen und Umgebung verteilen.

Nazi-Aufmarsch Stoppen!
Am 4.4 wollen Nazis schon wieder in Stolberg aufmarschieren. Die Nazis versuchen den Tod eines neunzehnjährigen Berufsschülers, den sie als „ihren Kameraden“ bezeichnen, für sich zu nutzen. Dessen FreundInnen und Familie sagen, er sei kein Sympathisant der Neonazis gewesen. Die Nazis sind 2008 schon mehrmals in Stolberg aufmarschiert. Doch sie konnten dies nicht ungestört tun. Etliche Menschen haben ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt. Am 12.4.08 demonstrierten 800 Nazis und 450 Gegendemonstranten, am 26.4.08 waren es dann 400 Nazis und 1500 Gegendemonstranten.
Nazis bauen sich verstärkt in der Region auf.
In der ganzen Region Aachen werden verstärkt linke und alternativ aussehende Jugendliche eingeschüchtert und angegriffen. Die Nazis stehen für die Abschaffung alle demokratischen Rechte. Mit ihren rassistischen Hetzparolen wollen sie eine tiefe Spaltung in der arbeitenden Bevölkerung und Jugend erreichen. Nazischläger greifen MigrantInnen, Jugendliche und Aktive in Gewerkschaften an. Die Rechtsextremisten sind eine kleine Minderheit und jeder Aufmarsch macht sie stärker. Doch wenn sich viele Menschen dagegen wehren haben sie keine Chance. Also ist es unser Ziel uns gemeinsam den Nazis entgegen zu stellen und den Aufmarsch zu verhindern.
Die Krise heißt „Kapitalismus“!
Nazis geben scheinbar radikale Antworten auf die Krise. Sie beschuldigen „Nichtdeutsche“ für die Probleme unserer Zeit: Wirtschaftskrise, Arbeits- und Sozialabbau Lohndrückerei und Bildungsverfall. Doch die Ursachen dafür liegen in der kapitalistischen Wirtschaftsordnung. In dieser Wirtschaftskrise drohen der Masse der Bevölkerung, den Beschäftigten und den Arbeitslosen, den Jugendlichen und den Rentnern düstere Aussichten. Für uns bedeutet die Krise Massenentlassungen und harte Angriffe auf Löhne, Arbeitsbedingungen und Bildungswesen.
Gemeinsam gegen Nazis und Sozialkahlschlag!
Wenn wir nicht zusehen wollen, wie die Krise auf dem Rücken der Mehrheit abgeladen wird und die Verursacher und die Profiteure ungeschoren davon kommen, dann ist es höchste Zeit eine antirassistische Bewegung der Mehrheit gegen diese Minderheit in den Chefetagen der Banken und Konzerne und in der Regierung aufzubauen – von Menschen egal welcher Herkunft gemeinsam. Ein erster Schritt dazu sind die bundesweiten Demos in Frankfurt a.M. & Berlin. Diese können aber nur ein erster Schritt sein, danach muss es weiter gehen. Unsere Nachbarn in Frankreich und Griechenland machen es mit Streiks und Protesten vor. Kapitalismus beenden – Get organized!
Die Beteiligung an Protesten ist wichtig, wir dürfen danach aber nicht einfach nach Hause gehen. Es kommt darauf an sich zu vernetzen und gemeinsam Widerstand zu organisieren.

Linksjugend [‘solid] ist ein kämpferischer und sozialistischer Jugendverband. Wir kämpfen gegen Nazis, Umweltzerstörung und Kapitalismus. Unsere Alternative zu Profitwahn ist eine sozialistische Gesellschaft, in der die Mehrheit demokratisch entscheidet und kontrolliert. Mach mit und werde aktiv!